Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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ERATOSTRATUS

ERCILLA 6*

ter Peripherie der Welt zu messen, baute die erste Sternwarte,und entdeckte die Schiefheit der Ecliptik. Er erfand auch eineMethode, die ersten Zahlen kennen zu lernen, das heißt, dieje-nigen Zahlen- weiche kein gemeinschaftliches Maß untereinan-der haben: fle besteht darin, daß man diejenigen Zahlen aus-schließt, welche diese Eigenschaft nicht haben. Man nannte die-selbe das Sieb des Eratv st Heues.

Dieser Philosoph schrieb auch einen Tractat zur Vervollkomm-nung der Analyse. uno löste das Problem von der Dnplicariondes Cubus, vermittelst eines Instrumentes, welches aus meh-rern beweglichen Brerchen zusammen gesetzt ist.

Als er 8' Jahre alt und sehr schwach geworden war, starb ereines freiwilligen Hungertodes. Das Wenige , was uns vonden Werken des Eratostbenes übriggeblieben ist, wurde 7672zu Orford in 1 Foliobande gedruckt. Man hat noch 2 andere Aus-gaben davon: in der Uranologia das P, Petaviu«, 1630, UNd1703 zu Amsterdam, in demselben Format.

ERATOSTRATUS. Man sehe den Artikel HEROSTRA-TUS.

ERCILLA-Y-CUNIGA (Dom alonzo v'), Sohn einesberühmten Rechtsgelehrten, war Kammerherr des Kaisers Ma-ximilian. Er wurde im Pallaste Philipps II. aufcrzogen, undfocht in der berühmten Schlacht zu 8t. Queruin im Jahre 1557unter seinen Augen. Der Krieger, hingerissen vom Verlangen,Lander und Menschen kennerz zu lernen, durchreiste Frankreich,Italien, Deutschland, England. Als er zu London hörte, daß sicheinige Provinzen von Peru und Chilv gegen die Spanier, ihreUeberwinder uno Tyrannen, empört hatten, brannte er vor Ver-langen , auf diesem neuen Theater seinen Muth zu zeigen. Erging an der Gränze von Chily in eine kleine gebirgige Gegend,wo er einen eben so langen als mühseligen Krieg gegen die Re-bellen führte, und sie endlich schlug. Dieser Krieg ist der Gegen-stand seines Gedichtes Araucana, welches er nach dem Na-men dieses Landes so nannte. Man findet darin neue und kühneGedanken. Der erobernde Dichter legte in seine Schlachtenviel Wärme. In einigen Stellen fühlet man das schöne Feuerder Dichtkunst. Die Schilderungen sind reich, obgleich wenigmannigfaltig; aber kein Plan, nichts von Einheit in der Anlage,nichts von Wahrscheinlichkeit in den Episoden, nichts von Scbick-lichkeit in den Charactere». Dieses aus mehr denn 36 Gesangerz

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