Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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ERCtfERN

ERINNA

bestehende Gedicht ist um die Hälfte zu lang. Der Verfasserverfällt in unerträgliche Wiederhohlungen und Weitschweifigkeiten,und ist endlich bisweilen eben so barbarisch, als die Nation, ge-gen die er Krieg gesühret hatte.

Das Werk des Cuniga wurde 1597 ,n 12 > zum ersten Mahlegedruckt, aber die beste Ausgabe ist die zu Madrid ibz2, 2 Ban-de in 12.

ERCKERN (Lazärus), Surmtendant der Bergwerke inUngarn, Deutschland und Tirol unter drei Kaisern, schrieb mitVieler Ausführlichkeit und Genauigkeit

Ueber die Metallurgie.

Sein Werk ist in Deutscher Sprache verfaßt, würd' aber in dasLateinische übersetzt, und mit Anmerkungen herausgegeben. Eserschien zum ersten Mahle 1694 zu Frankfurt in Folio. Manfindet in Beziehung auf die Probierung der Metalle fast allesdarin.

EREMITA (Daniel), von Antwerpen, Secretar des Her-zogs von Florenz, blühte um den Anfang des 17. Jahrhunderts,war ein sehr guter Lateinischer Dichter und Schriftsteller überVerschiedene Gegenstände; aber weder seine Lebensart noch seineSitten waren mit den schönen Wissenschaften übereinstimmend,denen er sich gewidmet hatte. Er starb ifirz.

ERIGENA (John), aud) SCOTUS genannt, blühte umdie Mitte des y. Jahrhunderts, und war in einem sehr barbari-schen Zeitalter sehr gelehrt. Er wurde zur Beförderung der Ge-lehrsamkeit und der freien Künste von dem Könige Alfred ange-stellt. Er wurde daher ernannt, zu Orford den Studien derGeometrie und Astronomie ins besondere vorzustehen, indemdiese Universität von Alfred entweder unlängst gestiftet oder wie-derhergestellt worden war. Er brachte drei Jahr in dieser Lagezu; da aber einige Streitigkeiten und Unruhen zu Orford ent-standen, legte er diese Stelle nieder, und begab sich in ein Klosterzu Malmesbury. Hier eröffnete er eine Schule; und da er hierhart und streng mit seinen Schülern umging, würd' er von ihnenmit den eisernen Nadeln, mit welchen sie schrieben, so sehr ge-stochen, daß er starb. Dieß geschah im Jahr 883 ,

ERINNA, eine Griechische Dame, Zeitgenossin der Gap,pho, schrieb Gedichte, wovon wir in den Carminibus novem

Poetarum