Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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ESCOBAR

Espagnolet

n

ESCOBAR (Antonio), mit dem Zunamen von Men-do za, ein Spanischer Jesuit und berühmter Casuist, starbißtg im 80. Jahre, und ist Verfasser mehrerer theologischenWerke, in welchen er den Weg des Heils ebnet. Seine mora-lischen Grundsätze wurden von dem ingeniösen Pascal lächer-lich gemacht. Sie sind bequem; aber das Evangelium schreibtdas gleichfalls vor, was bequem ist. Die bekanntesten seinerWerke sind:

T ie Moral - Theologie, Lyon 7663, 7 Sande in Folio.Lommencar über Sie heilige Schrift, Lyon 1667, yLan,ve in Folio.

ESPAGNANDEL (Matthieu l’)» ein berühmter Bildner,blühte zu Ende des letzter» Jahrhunderts. Er verschönerte, ober gleich ein Protestant war, verschiedene Kirchen in Paris.Der Parc zu Versailles erhielt mehrere vortreffliche Stücke durchihn, z. B. Tigranes, König von Armenien, einen Phleg-matiker, zwei Termen, den Diogenes und Socratesvorstellend. '

ESPAGNOLET (Giusseppe Ribera, genannt V ), Mah-ler, 1593 zu Eallipvli in der Neapolitanischen Provinz Lecce ge-boren, wo sein Vater, ein Spanier, von Zkaliva im KönigreicheDalenzia, eine Kriegsbedienung hatte. Er studierte die Manierdes Michel Angelo von C a r a v a g g i 0 , den er in derRichtigkeit der Zeichnung übertraf; aber sein Pinsel war nicht somarkicht. Mit der meisten Wahrheit, aber vielleicht mir allzuvieler Wildheit stellte er schreckliche und schaudervolle Gegenstände,meist aus der Mythologie, dar. Sein Geschmack war wederedel noch anmuthig. Er legte in seine Köpfe vielen Ausdruck,und niemand verstand die Kunst, einem jeden Stiche einen Nach-druck zu geben, besser als er.

Espagnolet war in Armuth geboren, und lebte lange Zeit dar-in; ein Cardinal riß ihn heraus, und gab ihm eine Wohnungin seinem Pallaste. Da ihn dieser Wechsel des Glücks trag mach-te, ging er in seine Armuth zurück, um wieder Lust zur Arbeitzu bekommen. Neapel, wo er sich niederließ, hielt ihn für sei-nen ersten Mahler. Er bekam ein Zimmer im Pallaste des Wce»Königs, und starb 1656 in dieser Stadt, und hinterließ ein gro-ßes Vermögen und schöne Gemählde. Der Papst hakte ihn znmRitter des Christus - Ordens gemacht. Seine vorzüglichstenWerke sind zu Neapel und im Escurial in Spanien. Dieser

E 5 ' Mahler