Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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ESTRE'ES

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Heinrich liebte sie so sehr, daß er, ob er gleich schon vermah-let war, sich entschloß, sich mit ihr zu vermählen. In dieserAbsicht redete die schöne Gabriclle ihrem Liebhaber zu, katholischzu werden, um vom Papst eine Bulle zu erhalten, in welcherseine Vermahlung mit Margarethe von Valois aufgehoben wür-de. Sie arbeitete mit Heinrich eifrig daran, die Hindernisse zuheben, welche ihrer Verbindung entgegen waren; aber der trau-rige Tod der Gabrielle, imJahrizyy, löste alle Schwierigkei-ten aus. Man glaubt, sie sei von dem reichen Finanzier Z a-met vergiftet worden. Gewiß ist eö, daß sie in den schreck-lichsten Verzückungen starb. Der Kopf dieses Weibes, emerder schönsten ihres Jahrhunderts, war den Tag nach ihremTode ganz umgewendet, und ihr Gesicht so entstellt, daß sienicht mehr zu erkennen war.

Hejnrich IV. liebte sie unter allen seinen Mätressen am mei-sten. Er machte sie zur Herzogin von Beaufort, und trug nachihrem Tode Trauer, wie um eine Prinzessin vom königlichen Ge-blüt. Indeß hatte sie ihn nicht genug beherrscht, um ihn gegendie Minister, die sie nicht leiden konnte, mißtrauisch zu machen,und noch weniger, ihre Entlassung zu bewirken. Sie sagte einesTageS bei Gelegenheit des Sülly, über den sie unzufriedenwar, zu ihm»Ich wollte lieber sterben, als die»Schande erleben, einen Bedienten gegen mich»bestehen Zu sehen, die ich den Titel Gebiethen»»(Maitreflse) führe." — »Wahrhaftig, Madam, ant«»wvrtete ihr Heinrich, das ist viel! Und ich sehe wohl,»daßmanSiezudiesemGeschwatzabgerichtethar,»um von mir zu erhalten, daß ich einen Diener»fortjage, dessen ich nicht enrübriget sein kann.»Aber daraus wird nichts; und damit Sie Ihr»Herz in Ruhe halten, und nicht mehr gegen»meinen Willen murren mögen, so erklar'ich Jh-»nen hiermit, daß ich, wenn ich in die Nothwen«»digkeit gesetzt würde, entweder Sie oder Sülly»zu verlieren, lieber zehen Mätressen wie Sie,»als Einen Diener wie Er entbehren würde."

Während einer von denen Feten, welche Heinrich der Gab-rielle bisweilen gab, brachte man ihm die Nachricht, daß dieSpanier Amiens eingenommen hatten. »Dieser Schlag»kommt vom Himmel, sagte er: wir haben nun ge-»nng den König von Frankreich gemacht, es ist

»nun