Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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ESTCOURT

ESTRF/ES

mit diesem letzten, Herzogthume die Herzogthümer Mcrcoeur,Penthievre und Estampes verband.

E8VLQI1RV (Richard), bekannt als Schauspieler und alsdramatischer Schriftsteller. In allen seinen Rollen verdankte erden Beifall, den er erhielt, meistentheils der Macht seiner Mirmik, worin er unnachahmlich war, und welche ihm zu ZeitenGelegenheit gab, als ein viel besserer Schauspielerin erscheinen,als er in der That war, indem sie ihn fähig machte, verschiedeneSchauspieler von Verdienst genau zu kopieren, an deren Manierer hierbei erinnerte und sie annahm. Seine Gesellschaft wurdevon jedermann außerordentlich gesucht, und seine Mimik so sehrbewundert, daß ihn Personen vom höchsten Grande sehr oft zuihren Gastmahlern einluden, ihre Freunde mit seiner Drolligkeitzu vergnügen, bei welchen Gelegenheiten er beständig sehr schöneGeschenke für seine Gesellschaft erhielt. Er starb 1713, und hin-terließ zwei dramatische Stücke.

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ESTREES (Gabüielle d’)» Schwester des Herzogs FranzHannibal von EstreeS, Marschalls von Frankreich, erhielt vonder Natur alles, was die Herzen anziehen kann. Heinrich I V.der sie im Jahre 1591 aus dem Schlosse Coeuvres, wo sie sichmit ihrem Vater aufhielt, zum ersten Mahl sahe, wurde von ih-rer hinreißenden Figur und von den Annehmlichkeiten ihres Le-bend so sehr entzückt, daß er sich entschloß, sie zu seiner Favorit-Mätresse zu machen. Er verkleidete sich eines Tages in einenBauer» um sie zu treffen, ging durch die feindlichen Garden,und lief Gefahr seines Lebens. Gavrielle, die den Orsuä - Leu»yer Herzog von Bellegarde, liebte, entsprach anfänglich den Zu,dringlichkeiten des Königs nicht; aber die Erhebung ihres Vatersund Bruders, die aufrichtige Neigung Heinrichs, sein leutseligesund gütevvlles Betragen, verbanden sie endlich, einen so groß-müthigen und zärtlichen Liebhaber besser zu behandeln.

Heinrich schrieb ihr bei einer sehr gefährlichen Gelegenheit fol-gendes Billet-. »Wenn ich besiegt werde, so kennen Sie wich»genug, um zu glauben, daß ich nicht fliehen werde; aber mein»letzter Gedanke witd Gott, und mein vorletzter werden Sie» sein.«

Um sie ungezwungen sehen zu können, ließ 'sie Heinrich denNicvlas von Amerval, Herrn von Liancoürt.heirathen,hei dem sie jedoch nicht wyhnte«

Heinrich