Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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EUMENES

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Perdiccas hatt' er sich mit Antigonus zu schlagen. Er lieferteihm 320 Jahr vor Christi Geburt zu Orcinium in Cappadocie»eine Schlacht. Eumenes wurde durch Verrätherei des A p v l-lonides, der die Cavalerie commandierte, geschlagen, DerDcrrather würd' ergriffen und auf der Stelle gehenkt. Eumenes,der ohn' Unterlaß herum irren und fliehen mußte, dankte einenTheil seiner Truppen ab, und behielt nur 5000 Mann, mitwelchen er sich in daZ Castell Nora an den Gränzen von Cappa-docie« und Lycaonie» einschloß, uud darin eine Belagerung vo«einem Jahr aushielt.

Nach verschiedenen erhaltenen Vortheilen und erlittenen Nach-theilen hieb Antigonus die Arriergarde seines Feindes zusammen,und nahm das Gepäck seiner Armee weg; dieß entschied denSieg zu seinem Vortheil. Der Sieger ließ den Offlcicren undArgyraspide» (einer Macedonischen Legion, die von den sil-bernen Schilden, welche sie führte, diesen Namen er-hielt) sagen, er wolle ihnen alles das Ihrige wieder geben,wenn sie ihm den Eumenes auslieferten. Sie waren nieder-trächtig genug, ihr Gepäck um diesen Preis einzulösen.

Als der erlauchte Gefangene in das feindliche Lager kam,hatte Antigonus nicht den Muth, ihn zu sehen, weil seine Ge-genwart ein blutiger Vorwnrf gegen ihn war. Als ihn diejenigen,denen er zur Bewachung anvertraut worden war, fragten, wieer wolle, daß man ihn bewachen solle, antwortete ihnen Anti-gonus : Wie einen Elephanten oder Löwen. Abereinige Tage nachher gab er aus Mitleid den Befehl, ihm seineschwersten Ketten abzunehmen, und ihm einen seiner Leute zurBedienung zu geben. Er erlaubte seinen Freunden, ihn zu be-suchen , ganze Tage bei ihm zuzubringen, und ihm alle Erfri-schungen herbei zu bringen, deren er etwa» bedürfen möchte.

Antigonus war einige Zeit unentschlossen, was er mit seinemGefangenen machen solle. Sie waren, als sie beide unter Ale-xander», dienten, vertraute Freunde gewesen; das Andenken andiese alte Freundschaft erweckte in ihm einige Gefühle der Güte.Sein Sohn Demetrius bat dringend für ihn; aber dasInteresse, sich von einem gefährlichen Feinde zu befreien, be-kämpfte die edelmürhigen Gesinnungen, die sein Sohn in ihmerweckt hatte, uud er gab den Befehl, ihn im Gefängniß heim-lich umzubringen. Dieß geschah im Jahr 315 vor Christi Ge-burt.

G 4 Dieß