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EUNAPIUS
EUNOMIUS
Dieß war das Ende eines der in aller Art vollkommenstenMänner seiner Zeit, und vielleicht des würdigsten NachfolgersAleranbers. Er besaß alle Eigenschaften eines Soldaten undgroßen Capitäns. Aber mehr als alles dieses macht ihn seineunverbrüchliche Anhänglichkeit an seinen Fürsten, seine strengeRecktschaffenheit, und die in ihm herrschenden Gefühle der Ehreschätzbar. Antigonus und die ganze Armee feierten das Leichen«begängniß des Eumenes mit Pracht, und leisteten ihm die grö-ßesten Ehrenbezeigungen. Da sein Tod den Neid und alleFurcht ausgelöscht hatte, schickten sie seine Gebeine und Asche ineiner silbernen Urne seiner Gemahlin und seinen Kindern nachCappadocie»: eine schwache Entschädigung für eine Wittwe undfür verlassene Waisen! Die Armee des Besiegten, die nun ohneFührer war, wurde bald zerstreut: Antigonus, der Verräthernnicht traute, ließ dieselbe niedermachen.
EUNAPIUS, von Sardes in Lydien, Sophist, Arzt und Ge-schichtschreiber unter der Regierung des Valentinian, Valensund Gratian, schrieb die Geschichte der Cäsarn, wor-aus uns Suidas einige Bruchstücke erhalten hat. Wir habenvon ihm nichts mehr. als die
^.ebensbefcbretbungen der Philosophen seiner Ziert,die mir Bestimmtheit, ziemlicher Reinheit und Eleganz geschrie-ben sind. A. junius gab davon eine Lateinische Ucbersetzung mitGriechischen Tert, 1596, in 8- Man findet auch einen Auszugdavon in den Excerpti« ste Eegationibus , Paris >648 in Folio,die einen Theil der Byzantina ausmachen. Diese Geschichte istvoll von Injurien, die der gesunden Philosophie unwürdig sind.Der Zweck des Verfassers scheint gewesen zu sein, den Götzen-dienst zu erheben, und das Christenthum herab zu setze». Erübertreibt die Tugenden der heidnischen Philosophen, und scbmah-lert die der christlichen Einsiedler. Er insultiert sogar ihre Mär«tyrer; und, so viel man aus diesem Werke urtheilen kann, sowar Eunapius einer von denen Menschen, welche ihre Leiben«schaftcn mit dem Mantel der Weisheit bedecken, und das WortPhilvftphie beständig im Munde führen, weil sie fühlen, daß siedieselbe nicht im Herzen haben.
EUNOMIUS , ein berühmter Musiker von Locri. Als er ei-nes Tages mit einem andern Musiker um den Preis in seinerKunst stritt, kam nach der Fabck eine Cicade, und setzte sich aufseine Laute, um ihm eine gesprungene Saite zu ersehen.
EUNO-