EUPHRATES
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EUPHRATES , ein stoischer Philosoph unter dem KaiserAdrian, bat diesen Fürsien um Erlaubniß, sich das Leben neh-men zu dürfen, das ibm nur zur Last sei. Er war damahlsschon in einem sehr hohen Alter, und vielleicht noch in der Kind»heit. Adrian erlaubte es ihm, und er brachte sich n8 Jahr vorChristi Geburt um.
EUPHRATES, Häretiker aus der Stadt Para in Cilicien,nahm drei Götter, drei Söhne und drei Heilige Geiste an. „Un=
»ter den Philosophen, (sagt der Abbe' Pluguer) welche über die»Natur der Welt Untersuchungen anstellten, betrachteten sie die»einen als ein großes Ganze, dessen Theile mit einander verbun.»den seien, und nahmen nur eine einzige Welt in der Natur an,»wie es Lucellus von Lucanicn gelehrt hatte; nicht aber»mehrere Welten, wie Leucippus, Epicur und andere»Philosophen behaupteten. Euphrates nahm die Grundsätze jc-»ncs Systemes, und nicht diejenige Reihe von verschiedenen»Welten an, zu welchen Stifter von Secren ihre Zuflucht ge-»nommen hatten, um die Philosophie mit der Religion zu vcr-»eiuigen, oder ihre Dogmen zu erklären.. Er setzte eine einzige»Welt voraus, und unterschied in dieser Welt drei Theile, welche»drei gänzlich verschiedene Ordnungen von Wesen in sich faßten.»Der erste Theil enthielt das nothwendige und »»geschaffene We-isen, das er sich als eine große Quelle vorstellte, welche drei»Vater, drei Söhne und drei Heilige Geiste aus seinem Schooße»entspringen machte. Euphrates glaubte wahrscheinlich, daß,»da das ewige Wesen vermöge seiner Natur bestimmt wurde,»drei verschiedene Wesen hervor zu bringen, die Zahl drei ge-»wisscrmaßen das Ziel aller Producte des nothwendigen Wesens»sei, und daß er drei Vater, drei Söhne und drei Heilige Geiste»in Gott annehmen müsse. Da Jesus Christus, der Sohn Got-»tes, ein Mensch war, so glaubte Euphrates, daß die drei Söhne»drei Menschen seien. — Der zweite Theil der Welt enthielt»eine unendliche Menge von verschiedene» Machten. Der»dritte Theil des Universums enthielt endlich dasjenige, was die»Menschen die Welt nennen. Alle diese Theile der Welt waren»gänzlich getrennt, und sollten nicht im mindesten Zusammen-»hange mit einander stehen; aber die Machte des dritten Thci-»les hatten die Wesen des zweiten Theiles in ihre Sphäre gezo-«gen und gebunden. Um die Zeit des Herodes stieg der Sohn»Gottes aus der Wolumng der Dreieinigkeit herab, um die»Mächte, die in die Schlingen der Mächte des dritten Theiles
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