io6 EUPHORION
EUPHRATES
Es war auch ein Phrygischer Geometer dieses Namens.Dieser Mathematiker erfand die Beschreibung dcS Triangels,und untersuchte zuerst die Eigenschaften einiger Figuren.
EUPHORION, von Chalcis in Enböa, Bibliothecar Antio-chus des Großen, war ein guter Dichter und Geschichtschreiber.Seine Werke sind nicht bis auf uns gekommen. Einige Alte lo-ben ihn, andere werfen ihm Dunkelheit uno einen rathsclbafrenStyl vor. Der Kaiser Tiberius, der sich ihn in der Zusammen«setzung seiner Griechischen Gedichte zum Muster genommenhalte, ließ sein Porträt und seine Werke in die öffentlichen Bi,ölivtheken stellen.
EUPHRANOR, ein vortrefflicher Bildner und Mahler desAlterthums zu Athen, war ein Schüler des Aristides,und blühte um die 104. Olympiade. Er bildete colossalische Sta-tuen, marmorne Tafeln und Trinkgeschirre. Er scheint der erstegewesen zu sein, welcher die Helden würdig vorstellte, und dasEl>enmaß gehörig beobachtete. Er erwarb sich nach Pliniusdurch eine Sratüe des Paris ein Lob, das vielleicht unbegreiflichist. An dieser Statüe, spricht er, erkennt man den Richter derdrei Göttinnen, den Liebhaber der Helena, und den Mörderdes Achilles. Unter den übrigen Staiüen, die sich zu Rom be-'fanden, war eine Latona mit Apoll und Diana, eine Tugendund eine Gräcia; die beiden letztcrn waren colossalisch, und einvierspänniger Wagen mit Alerandcr und Philippus.
Bon seinen Gemählden sind folgende bekannt: Eine Feld-schlacht des Epaminondas; zwölfGdtter, ein Theseus, von wel-chem er sagte, derjenige, den Parrhasius gemacht habe,schiene mir Rosen, seiner aber mit Rindfleisch gespeiset wordenzu sein. Zu Ephes bewahrte man von ihm einen Ulysses,welcher aus verstelltem Unsinn einen Ochsen mit einem Pferdean dasselbe Joch spannte, zwei tiefsinnige Philosophen, einenFeldherrn, der sein Schwert einstecket u. a. m. Er schrieb überdie Symmetrie und die Farben.
EUPHRATES, einer von den Schülern des Plato, ver-waltete unter der Regierung des Perdiccas Macedonie» mit voll-kommener Autorität. Er liebte die Philosophie bis auf einenGrad, der eines Philosophen unwürdig war: er ließ nur diejeni-gen zur Tafel des Königs, die die Wissenschaften und Mathe-matik so sehr als er getrieben halten. Nach dem Tode des Per-diccas brachte ihn Parmenio um.
EUPHRA-