Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
Seite
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EUSTATHIUS

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EusiatbiuS war einer der ersten, welche den Arianismus be-statten; er that es mir gleicher Klarheit und Starke. Die Al-ten rühmen seine Schriften sehr; wir besitzen sie nicht mehr, unddieß ist ein wahrer Verlust, wenn es wahr ist, daß der Styl der-selben so rein, die Gedanken so edel, und die Ausdrücke so ele-gantwaren, als Sozomenus sagt. Man schreibet ihm zueinen Tractat

Ueber die Pythonissa, 1629 in 4.nebst einem andern Tractat

Ueber da« lwerk der sechs Tage, herausgegeben vonAllarrus,

welche letztere Schrift der Herausgeber gleichfalls dem Eusta-thius zuschreibt.

EUSTATHIUS , ein Griechischer Mönch des 4. Jahrhun-derts , war von seinem Stande so sehr eingenommen, daß er alleübrigen Stande des menschlichen Lebens verdammte, und ver-band mit dieser dummen Einbildung andere Irrthümer, welchevor die Kirchenversammlung zu Gangra gebracht, und im Jahr342 daselbst verdammt wurden.

Erstlich verwarf er die Ehe, und trennte die Weiber von ihrenMannen,, und behauptete, verheirathcte Personen könnten nichtselig werden.

Zweitens verboth er seinen Anhängern, in den Häusern zubeten.

Drittens zwang er sie, ihre Güter zu verlassen, als welche sichmit der Hoffnung des Paradieses nicht vertrügen.

Viertens zog er dieselben aus den Versammlungen andererGläubigen, um die Geheimnisse derselben zu erfahren, und ließsie eine besondere Kleidung tragen.

Fünftens wollte er, daß man die Sonntage faste, und sagte,die gewöhnlichen Fasten der Kirche waren unnütz, nachdem maneinen gewissen Grad von Reinigkeit erlangt hatte.

Sechstens verabscheute er die Capellcn, die zur Ehre der Mär«tyrer erbaut waren, und die Versammlungen, die darin ange-stellt wurden.

Mehrere Weiber verließen, durch seine Reden verführt, ihreMänner, und viele Sclaven flohen aus den Häusern ihrerHerren.

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EUSTA-