Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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120 EUSTATHIUS

EUTHYCRATES

EUSTATHIUS, Bischof 'von Thessalonica int 12.Jahrhundert, war ein geschickter Grammatiker. Er hinterließ

Commentare über öen -Homer und ven GeographenDionysius.

Seine Anmerkungen zu dem Griechischen Dichter sind sehr aus-führlich und schätzbar. Außer den Noten findet man in seinemWerke auch historische und philosophische Dissertationen, die mitvielem Scharfsinn geschrieben sind. Man schreibet ihm auch,aber ohne allen Grund den Roman

Ismene und Ismenias-u.

Die beste Ausgabe der Commentare des Eustathius über denHomer ist die zu Rom, 1542—1550, Griechisch, 4 Bande in Fo-lio. Die von Frohen, 155«) und 1560, 2 Bände in Folio,wird weniger geschätzt. Es erschienen auch zu Florenz, 1730,1732 und 1735, 3 Bande von einer neuen Ausgabe, welche nichtvollendet ist, mit den Anmerkungen und Uebersetzungen des Ale-xander Politi und Anton Maria S alvini.

Die Commentare über den Dionysius wurden seit 1547, wosie Robert Stephan bloß mit dem Texte herausgab, oft'wieder gedruckt.

EUSTRATIUS, ein berühmter Erzbischof von Nicäa, be-hauptete in einem Tractat, der sich in mehreren Bibliothekenhandschriftlich befindet, die Ausgehung des Heiligen Geistesnachdrücklich gegen die Griechen. L e 0 A l l a l i u s erwähnt fünfanderer Tractate desselben Schriftstellers; wir haben aber vonihm nichts gedruckt, als einige Commentare über den Aristoteles:

In Analyiica , Gratet, Vtnet. 1534-, fol.

In Ethiea, Gratet. Vtnet. 1536, fol. et Latine, Paris. 1543,fol.

EUTHYCRATES, Sohn des Lysipp, und einer seinerbesten Schüler, ob er gleich mehr den Fleiß als die Eleganz sei-nes Vaters nachahmte, und mehr durch einen wilden als ange-nehmen Styl gefallen wollte, blühte um die 120. Olympiade,vhngefahr 300 Jahr vor Christi Geburt. Er führte daher Werkeaus. welche einen solchen wilden Styl erforderten, oder wenig-siens zuließen, und Plinius rühmt seinen Hercules zu Delphi,seinen Alexander, Thespis, sammt dessen Töchtern, den Thes-piaden,