Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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EUTYCHIDES

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wolle, und erregten dadurch Aufruhr. Man legte Feuer an dieLauser der Anhänger der Chalcedonischen Kircheiwersammlnng;die Provinz war dem Aufruhr und Raube preis gegeben, undMarcianus mußte Soldaten schicken, die aufrührerischen Geist-lichen in Zaum zu hallen.

Theodosius wurde vertrieben. Marcian, der den unruhigenGeist der Griechen kannte, gab verschiedene Gesetze, worin erverboth, öffentlich über die Religion zu disputieren. Seine wei>seu Edicte konnten die dogmatische Wuth der Eutychianer nichtbändigen.

Diese Ketzerei, welche im ganzen Orient großes Unheil anrich-tete, theilte sich mit der Zeit in mehrere Zweige. Nicepho-rus zahlt ihrer nicht weniger als zwölf. Die einen wurdenSchematiker oder Apparente», weil sie Christo nureinen phantastischen Körper zuschrieben; andere Theodosia-ner, nach dem Bischof von Alcraiwrien Theodosius; anderenach einem gewissen Jacob, Jacobilen genannt. DieseBranche ließ sich in Armenien nieder, wo sie noch besteht, undvon wo sie sich über Aegypten und Syrien verbreitete.

Die andern vorzüglichern Secten sind die Theopaschi-ten, welche vorgeben, daß es die Gottheit war, welche inChristo die Leiden ertrug; die Acephalen, das heißt, dieohne Haupt; die Severinen, von einem gewissen Sevemsso genannt, welcher im Jahr zrg den bischöflichen Stuhl zu An-tiochia bestieg: man nannte sie auch Corrupticolen undI n c 0 r r u p t i c 0 l e n.

Die Severinen theilten sich in fünf Factionen: nämlichin die Agnoeten oder Agnoiten; in die Anhänger desPaul oder die Melanen, d. h. die Schwarzen; in dieAngeliken, in die A d r i a t e n und endlich in die Cano-niren.

EUTYCHIDE8 fcon ©ic^on, Schüler des Lysipp, bildetedie Statäe des Flusses Eurotas , von welcher man sagte, dieKunst sei an ihr flüßiger, als das Wasser des Flusses. Pausa-nias rühmt von einer Fortuna, welche er für die Syrier amOrontes machte, sie würde von jenem Volke sehr verehrt, undführt die Statue des Timostbenes, der unter den Knaben imWelrlauf siegte, von eben diesem Künstler zu Olympia an, undPlinius erwähnt eines marmornen Bacchus von ihm mit Lobe.

Ein