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EUTYCHES
* menschlichen Natur, utib' zum Wesen einer menschlichen Seele»und eines menschliche» Körpers, verbunden mit der Person des„ Wertes, und nicht zum Worte gehört. “
Eusebius, Bischof zu Doryläus, der Freund und Bewunde-rer des Eutyches, hatte vergebens versucht, ibn zur Wahrheit !zurück zu führen, und ward auf dcrKirchenversammlung zu Con- !stautinvpel, welche im Jahr 448 von Flavi an, dem Bi-schof dieser Stadt, zusammen berufen wurde, sein Ankläger.
Der Haresiarch bestand auf seinen Meinungen, wurde verdammt,vom Priesterthum und der Regierung seines Klosters abgesetzt,und crcommuniciert.
Die Strenge seiner Sitten hatte ihm Anhänger erworben; derVerschnittene Chrysaphius, Günstling des Kaisers Theo-dosius des Jüngern, war sein Freund. Er brachte eSbei diesem Fürsten so weit, daß eine Kirchenversammlung zurDurchsicht der Acten des Constantinopolitanischen zusammen be-rufe». und Dioscvrus, ein anderer Anhänger des Eutyches,zunr Präsidenten desselben ernannt wurde. Dieß war die Kir«chenvcrsammiuug, welche man den Straßenraub vonEphes nannte. Eutyches wurde frei gesprochen, ohne eine,andere Erklärung, als eine zweideutige Bittschrift einzugeben,worin er erklärte, daß er alle Ketzereien anathemarisiere. Fla-vian und Eusebius, seine Gegner, wurden nicht nur abgesetzt,sondern grausam gemißhandelt.
Marcianus , der Nachfolger des Theodosius, war derkatholischen Lehre günstiger. Er berief im Jahr 451 die Chalce»donische Kirchenversammlung, die vierte allgemeine, zusammen.
Der Eutychianismus wurde auf derselben in die Acht erklärt,Dioscvrus abgesetzt, und der Kirche der Frieden wieder gegeben.
Indeß empörte ein gewisser Mönch, mit Namen Theodo-sius, ein feuriger und aufrührerischer Geist, mehrere seinerMikbrüder, gegen die Chalcedonische Kirchenversammlung. Erzog die Kaiserin Eudoria, die Wittwe des Kaisers Theo-dosius II. zu seiner Partei; sie gab ihm in ihrem Pallastein Palästina eine sichere Zuflucht. Theodosius ließ sich, unter-stützt von dieser Prinzessin, zum Bischof von Jerusalem ausru-fen, nachdem er den gesetzlichen Bischof Juvenal vertriebenhatte. Eine Menge vcn Mönchen, welche von der Freigebigkeitder Kaiserin lebten, verbreiteten sich in alle Häuser, machten be-kannt, daß die Kaiserin den Nestorianismus wieder einführen
wolle,