Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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EYK

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EYK (Hubert und Johann van), Gebrüder, Mahlervon Maaseyk, folgten der Manier ihres Vaters, und so auchihre Schwester Marga retha, die aus Liebe zur Kunst sichnie verheirachen wollte. Johann übertraf seinen altern Brudersowohl in der Kunst, als in andern Wissenschaften.

Wenn diese Künstler auch weiter nichts geleistet hatten, alsdaß sie die Erfinder der Oehlfarben waren, so müßt' ihnen die-ses allein die Unsterblichkeit.schenken: aber sie waren überdießgroße Mahler. Ihre vornehmsten Gemählde siehet man zu Gent,Vpertt und Brügge. In dieser letzten Stadt hielt sich Johannlauge Zkit auf. Fremde und benachbarte Fürsten die Großendieser Stadt und alle Kunstliebhaber buhlten um seine Arbeit.

Diese beiden Bruder lebten immer in der vollkommensten Ei«nigkeil. Philipp, Herzog von Burgund, war ihr hoher Gönner,und nahm den Johann unter seine Rathe auf. Hubert starb znGent 1426 im 60. Johann 1441 im 71 Jahre seines Alters.Die gute Ausarbeitung in den Werken dieser beiden Künstler,und ihre reine Mischung der Farben muß man bewundern; aberihre Zeichnung war nicht zierlich genug, und die Absetzung ihrerFarben allzu scharf. Johanns vornehmstes Gemählde ist das-jenige, welches für den Herzog von Burgund verfertigt wurdeund zn Gent steht: es ist aus der Offenbarung Jehannis genom-men, und man zahlet an 340 wohl ausgearbeitete Köpfe, unterandern auch beider Brüder Bildnisse, darin. Man bewahret auchin der Kirche 8. Maria de Servi zu Venedig ein Gemählde vonihnen, welches die Anbetung der Weisen vorstellt.

Es ist hier anzumerken, daß der Ritter M. Stanzioniin einer Schrift, welche Dvmeuici T. 3. p. 6;. anführt,behaupten will, die Kunst in Oehlfarben zu mahlen sei schon seitIZ0O zu Neapel im Gebrauch gewesen, welches er mit Gen-ahl-den aus diesem Zeitalter zu beweisen sucht. McHvasio machtin Ansehung einiger Gemählde des Lippo D alma sio die-selbe Anmerkung; man antwortet aber auf diese Einwürfe; Diealten Wassersarven-Gemöhlde bekommen mit der Zeit eine Haut,die den Oehlfarben ziemlich ähnlich wird, welches verhindert, daßman sie nicht von einander unterscheiden kann. Der beinahe einJahrhundert unterbrochene Gebrauch dieser vorgegebenen Kunst,und die fortgesetzte allgemeine Anwendung der Wasserfarben, bisauf die Zeiten der Gebrüder von Eyk, ist ein neuer Beweis gegendie Richtigkeit jenes Vorgehens.

Van