Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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FABIUS

FABRETTI

FABIUS MARCELLINUS, Geschichtschreiber deS z. Jahr-hunderts, wird von Lampridius als Verfasser einerLebensbeschreibung des Alexander Mammäu«angeführt.

FABIUS RUSTICUS, Geschichtschreiber ans den Zeiten desClaudius und Nero, war ein Freund deS Seneca. Ta-citus lobt in seinen Annalen und im Leben des Agri-cola feinen Styl, und dieses Lob von einem Geschichtschrei-ber der für einen Satnriker gehalten wurde, erweckt ein guteöDorrn theil für die Schriften des Fabius.

FABRETTI (Rafaele), ibiy in Umbrien geboren, starb1700 zu Rom, und war Secretar des Papstes Alexander VIII.Canonicus der Kirche des Varicans und Archivarius der Engels-burg unter Innocens XII. Er widmete sich dem Studium deSAlterthums, und es fehlte ihm nichts von dem, was ihn zu einemgeschickten Manne in diesem Fache machen konnte; er kannte dieGriechische und Römische Geschichte, die Sprachen, die Critikund die Philosophie; er stand mit auswärtigen Gelehrten in.Briefwechsel». s. w.

Man hak von ihm mehrere, von den Alterthumsforschern ge-schätzte Werke j» Lateinischer Sprache:

Di aquis ei aquaeductibus veteris Romae, 2 tOrtt 168Oin >2,

De columna Trajana, cum Alpho ns i Ciaconii Historiauiriusque beUi Dacici a Trajano gesti, etc. Rom l 6 S 3in Folio.

Inscriptionum antiquarum explicatio , T699 in Folio.

Dieses Buch wird von den Gelehrten, welche sich mit demAlterthum beschafftigen, als ein Schatz betrachtet. Derprotestantische Geistliche Eli- Leuort dachte jedoch nicht f»von demselben.

»Wenn jemand," spricht er, »Verlangen trägt, zusehen, wel-schen Gebrauch die Antiquarier von den Inschriften wachen, und«welche Conjecturen sie darauf stützen, um was ihnen beliebt dar-«aus zu ziehen, so braucht er nur die Sammlung von Rapbael«Fabretti zu lesen, die 1699 zu Rom bei vominico Antonio Er-'«eole gedruckt wurde. Er wird darin auch eine große Menge«von kostbaren Denkmählern und seltenen Inschriften finden, de-«ren ganzes Verdienst darin besteht, daß sie zu nichts nütze sind,