Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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FABRICIUS

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» Ix den Inschriften und den Münzen ist die Orthographie oft» schlecht, der Syntax schlecht beobachtet, sind die Barbarismen»sehr gemein, und tausend Fehler gegen die Sprache begangen."Indeß ist dieses Werk eine von jenen Quellen, aus welcher die»Herren Critiker die Beweise der Conjecture« zur Berichtigung»der Autoren schöpfen."

Fabretti hatte einen lebhaften Geist, eine geschwinde Fassungs-kraft und ein vortreffliches Gedächtniß. Er liebte das Studiummit Leidenschaft, und hakte das Sonderbare, daß seine körper-liche Beschaffenheit, die bis in sein zo. Jahr sehr schwächlichwar, mit dem wachsenden Alter fester wurde.

FABRILIUS (Cajus), mit dem Beinamen Luscus, imJahr 282 vor Christi Geburt Römischer Consul, erwarb sich durchmehrere Siege über die Samniter, Brutier und Lucanier dieEhre eines Triumphes. Die Beute, die er bei diesen Siegenmachte, war so beträchtlich, daß er, nachdem er die Soldatenbelohnt, und den Bürgern von Rom das ersetzt hatte, was siezur Führung des Krieges hergegeben, noch 400 Talente übrigbehielt, die er am Tage seines Triumphs in den öffentlichenSchatz niederlegte.

Zwei Jahre darauf würd' er gegen den Pyrrhus geschickt, undschlug die Geschenke und Ehrenstellen aus, die ihm dieser Fürst,seine Treue zu bestechen, anboth. Derselbe Fürst erhielt bald ei-nen neuen Gegenstand der Bewunderung. Der Arzt desselbenkam zum FabriciuS, der damahls Consul war, und erboth sich,seinen Gebiether gegen Erlegung einer gewissen Summe zu ver-giften. Der edelmüchige Römer schickte den Niederträchtigen zurverdienten Strafe an den Pyrrhus zurück.

Die Samniter bothen ihm eine beträchtliche Summe an; erantwortete ihren Abgeordneten, und fuhr dabei mit seiner Handüber seine Augen, seinen Mund und feine Ohren: »So lang'»ich allen diesen Theilen meines Körpers gebie-»then kann, sind alle eure Anerbiethungen ver-»gebens.

Pyrrhus, der über seine Uneigennützigkeit erstaunte, wolltefeine Unerschrockenhcit prüfen. Fabricius hatte noch nie eine»Elephanten gesehen. Pyrrhus befahl, das größesie dieser wildenThiere zu bewaffnen, dasselbe an den Ort zu führen, wo er mitdem Römischen Abgeordneten zusammen kommen sollte, und es

Z 4 daselbst