Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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FABRICIUS

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Die Professur der Beredsamkeit in dieser Stadt war durch denTod des Vincens Placius erledigt worden, und Fabriciuserhielt sie. Diese Stelle band ihn an Hamburg, wo er sein nochübriges Leben geliebt und geehrt zubrachte. Im Jahr 1719 trugihm der Landgraf von Hessen-Cassel zwei wichtige Posten an,den Lehrstuhl des ersten Professors der Theologie zu Giesen, unddie Stelle eines Oberaufscherö der Kirchen von der Augsburgi-schen Cvnfess'on. Fabricius war wirklich in Versuchung, dieseAntrage anzunehmen; aber der Magistrat von Hamburg, dermehr brannte, ihn zu behalten, als er fortzugehen, erhöhte1720 seinen Gehalt um 200 Thaler. Diese Aufmerksamkeithielt ihn zu Hamburg, wo er 1736 im 6z. Jahre starb.

Er war ungeachtet des großen Umfanges seiner Kenntnisse einbescheidener Mann. Seine Sanftheit machte ihn eben so beliebt,als ihm seine Gelehrsamkeit Achtung erwarb. Wenige Gelehrtewaren arbeitsamer; er leistete allem Genüge, den öffentlichenVorlesungen, litterarischen Briefwechseln und der Verfassung gc-lehrker Werke. Bei einem erstaunlichen Gedächtnisse und eineraußerordentlichen Leichtigkeit zu schreiben, ließ er keinen Augen-blick unbenutzt. „Da er übrigens," spricht Niceron, „schon„seit seiner frühern Jugend auf die vorzüglichsten Werke, welche„er heraus gab, bedacht war, so hatte er sich über dieselben„frühzeitig Sammlungen gemacht, worin er sich alles mit der„größesten Genauigkeit anmerkte, daß er sie nun nur in Ord-„nung zu bringen hatte; und dieß that er in kurzer Zeit, denn„die Lebhaftigkeit seines Geistes erlaubt'es ihm nicht, lange„über einem Werke zuzubringen. Hierzu kam noch, daß er in„seinen Schülern Gehülfen fand, welche ihm besonders in An-„sehung der Register über seine Bücher beistanden. Wenn ihm„aber von andern Beistand geleistet;wurde, so leistete er ihn wie-„der denjenigen gern, welche ihn darum baten. Seine Beschei-„denheit machte, daß er eine Stelle in der Academie der Mis-„senschaften zu Berlin, und in der königlichen Gesellschaft zuLon-„don, die man ihm beide sehr angelegentlich antrug, ausschlug.„Ueberzeugt, daß man, jemehr Dinge man weiß, auch einsieht,„wie viel man noch nicht weiß, fand er sich nicht beleidiget,„wenn man ihm einige Fehler in seinen Werken zeigte, und„sagte bloß, wenn es sein müßte, so wollte er selbst noch meh-„rere Fehler darin zeigen.«

Diejenigen Werke, welche ihn in der Republik der Wissen-schaften am vorthcilhastesten bekannt machten, sind:

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