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FAERNUS
lehrten seines Jahrhunderts, in genauer Verbindung mit ihm.Dem Fleiße dieses gründlichen Litterators verdankt man:
De Bello Veneto Claudiano, seu inter Venetos et Qenuenfes fcirciter ann. 1391 , SLyon 1578 in g.
Geschichte seiner Zeit, bis auf das Jahr 1455, in Latei,ni scher Sprache.
De vitae felicitate , JLeyöen 1628 in 2 g.
Be Viris illustribus fui aevi, Floren; 1745 in 4,und einige kleine Schriften, welche Freher 1611 zuHanover in 4. herausgab.
Dieser Gelehrte war ein unversöhnlicher Feind, und behieltseine» Haß gegen Laurentius Valla, den er in einemin seinen letzten Augenblicken gemachten Epigramm verewigte,bis in sein Grab.
FAERNUS (Gabrielis), von Cremona in Italien, brachteim rb. Jahrhundert hundert Fabeln des Aesop, in 5Büchern, in Lateinische Verse. Pius IV. brachte ihn zu dieserArbeit, und er hatte nicht Ursache, sich dieselbe gereuen zu las»sen. Die Moral wird darin auf eine ingeniöse Wcise vorgetra-gen; der Styl hat diejenige Bestimmtheit, Natürlichkeit undMannigfaltigkeit, die das Hauptverdienst von Werken dieser Artausmachen. Faernus sahe die Frucht seiner Mühe nicht an dasTagelicht treten: seine
Sammlung von Fabeln erschien 1564.
erst gegen Z Jahre nach seinem Tode, mit einer ZueignungS-schuft an den H. Carl Borromaus, Erzbischof von Mailand.Diese 1564 zu Rom in 4. und 174z zu London in 4. gedruckteund mit Kupfern gezierte Sammlung machte den Faernus aufder Bühne der Wissenschaften bekannt. Die Liebhaber suchen sie,und die letztere ist nicht gemein. Perrault, von der Fran-zösischen Academie, übersetzte sie in Französische Verse, Amster-dam 171g in 12. De Thon und verschiedene spatere Schrift-steller haben ihn beschuldigt, daß er eine Handschrift von dendamahls noch unbekannten Fabeln des Phadrus gehabt, und die-selbe, nachdem er alles daraus genommen, was er brauchenkonnte, unterdrückt habe. Aber dieß ist eine Beschuldigung,die keinen Grund hat.
Dieser Schriftsteller war ein eben so guter Critiker, als er einvortrefflicher Dichter war. Wir haben noch von ihm:
Censura