FALCONE
FALCONIERI
*49
FALCONE (Aniello ), das Orakel der Bataillengenannt, ein Mahler zu Neapel, lernte bei Joseph Ribe-ra. Er legte sich auf das Schlachtenmahlen, und ward darin sovortrefflich, daß seine Arbeit dem Joseph Cesari gefiel, und ereinige Stücke für sich verfertigen ließ. Er verkaufte viele dersel-ben an einen reichen Niederländischen Kaufmann, Namens Cas-par Rvmer, der sich zu Neapel niedergelassen halte, und durchwelchen einige in sein Vaterland gesandt wurden. Jacobßourtois, der grdßre Schlachtenmahler seiner Zeit, bewun-derte dieses Künstlers Arbeit wegen der eigentlichen Darstellungenverschiedener Nationen, und des besondern Geschmacks in derZeichnung der Kampfenden. Er machte mit Courrois Freund-schaft. und vertauschte zwei Gemählde von seiner Arbeit gegenzwei andere von diesem Meister. Er hielt sich einige Zeit inFrankreich auf, wo er für den König und verschiedene Vornehmeseines Hofes arbeitete, und starb 1665 in einem Alter von 6zJahren in seinem Vaterlande.
FALCONET (Etienne), ein Bildhauer zu Paris, lerntebei I. Baptista le Moine. Von seinen öffentlichen Ar-beiten sind bekannt: die Statücn der Flora und Pomona inStein, für den Marschall von Noailles; der Musik für den kö-niglichen Pallast von Belleöüe; per Flora und einer Melkerin fürdas Lusthaus Crecy; vier Basreliefs von Genien, welche dieJahreszeiten vorstellen, für den Prinzen von Soubize, n. a m.
Die Kaiserin Catharina H. ließ ihn 1766 nach Petersburg be-rufen , um die Ritlerstatüe Peters des Großen zu verfertigen.—Falconet schrieb
Bemerkungen über Sie Bildhauerkunst, Paris 1761 in 12.und eine
Abhandlung von ver antiken Ritterstatüe des RaffersMarcus Aurelius, Amsterdam 1771.
Die Statüe Peters des Großen wurde den 4. September 1775gegossen, und ungeachtet ihrer Höhe von 36 Fuß soll das Metallnicht mehr als 3 Linien Dies sein.
FALCONIA. Man sehe den Artikel PROBA,
FALCONIERI (Ottavio), ist Verfasser einer gelehrte.»Abhandlung in Italiänischer Sprache
Ueber die Pyramide des Casus Sestius.
K l
Nar-