FALCIDIUS
148 FAHRENHEIT
FAHRENHEIT (Gabriel Daniel), zu Danzig geboren,wurde anfänglich zur Handlung bestimmt; da ihn aber seineNeigung zur Physik zog, legte er sich auf die Verfertigung vonBarometern nnd Thermometern, und machte sie vortrefflich.Er setzte im Jahr 1720 den Mercur an die Stelle des Weingei-stes, und machte dieses letztere Instrument dadurch viel richtiger.Er lebte 1740 noch, und harre auf verschiedenen Reisen in Hol-land, Preußen, Curland und Tiefland, seine Kenntnisse vervoll-kommnet. Man hat von ihm eine
Abhandlung über die Thermometer, 1724.
FAIRFAX (Edward), ein Englischer Dichter, welcher unterder Regierung der Elisabeth und Jacobs l. blühte. Seine Ver,dienste waren so groß, daß Waller bekannte, die Kunst der Ver-sificatio» von ihm gelernt zu haben.
FAITHORNE ( William ), ein berühmter Pastellmahlerund Kupferstecher in England, lernte beide Künste zu Paris,und starb 1641. Er schrieb ein Buch
Ueber die Zeichnung, Rnpfersteckor-und Aetzkanst,
weßwegen er von seinem Freunde» dem Dichter F l a t m a n, ‘in einer Elegie gelobt wurde, die sich folgender Maßen schließt:
80 long as brass , so Jong as books endure,
So long as neat-vvrought pieces , thou’rt secure,
A „Faithorne sculpsit“ is a charm can faveFrom dull oblivion and a gaping grave.
FAI.CANDUS (Hugo), aus der Nvrmandie, Schatzmeistervon St. Peter zu Palermo, hinterließ eine
Geschickte von Sicilien, von 1152 bis 1169, mit Einfaltund Genauigkeit geschrieben.
Die beste Ausgabe dieses Werkes ist die von Gervais de Tour-nai, Paris 1550 in 4.
FALCIDIUS, Römischer Volkstribun^ brachte das Falci-disch e Gesetz auf, das von seinem Urheber den Namen er-hielt. Es verordnete, daß der vierte Theil des Vermögens einesjeden Testarors seinem Testaterben bleiben müsse, welchen viertenTheil man die Quarta Falcidia nennt. Ueber das Uebrige konnteer nach Willkühr disponieren.
falcone