Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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FAVRE

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Außer diesen Schriften, die gegenwärtig bekannt sind, hat manvon ihm

Qiiatrains, die 1574 zum ersten , und 1746 zum letztenMahle heraus kamen, und jedermann kennt.

Der Gegenstand dieser kleinen Producte ist die Moral ; ihr Cba»racter, Einfalt und Würde. Pibrac vereinigte in dem seinigendiese beiden Eigenschaften: das Nützliche und Angenehme sinddarin mit Geschmack gemischt. Seine Quatrains wurden an-fänglich von Floreut Chretien und Pierre dü Moulinin das Griechische übersetzt; andere Schriftsteller brachten sie inLateinische Verse, und endlich wurden sie in die Türkische, Ara-bische und Persische Sprache übersetzt. Die Franzosen nahmensie eben so gut auf, als auswärtige Völker. Man ließ sie dieKinder auswendig lernen, und liest sie trotz ihres Alters nochheut zu Tage mit einigem Vergnügen, indeß die des Go-d e a u und D e s m a r a is von Würmern gefressen,, werden;aber diese letztcrn haben nicht den Geschmack des Psterthums,nach welchem sich Pibrac bildete.

FAVRE und nicht FAHRE (Antoine), auf Lateinisch FA-BER, 1557 zu Bourg-en Bresse geboren, war nach und nachJuge Mage von Bresse, Präsident von Genevois für den Herzogvon Nemours, erster Präsident des Senats von Chambery undGvuvernör von Savoicn u. s. w. Er starb im Jahr 1624.

Seine Werke bestehen aus 10 Bänden in Folio, und ent-halten :

jurisprudentia Papinianaea, M.yon l6g8, I B.

De erroribus interpretum juris , 2

Comment, in Pandeäas , feu De erroribus Pragmaticorum,1659, 5 35 .

Codex Fabrianus, 1661 , I B.

Conjecturae juris ciuilis , 1661, 125 ,

Man verbindet damit

H. Borgiae inueftigationes juris civilis in Conjecturas A. Fa-bri, Neapel 1678, 2 Lände in Lolio.

Unter den Luatrains von Pibrac findet man auch einige vonFavre. Er ist auch Verfasser eines Trauerspiels:

Les Gordians, eu I' Ambition, 1596 in 8»

Dritter Theil»

Favre