FERDINAND VI.
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Dieser Fürst hinterließ nur Töchter. Sein Sohn Johannwar vor ihm durch einen Sturz vom Pferde gestorben. Vonvier Prinzessinnen, die er mit Jsabellen erzeugte, vermahltensich die älteste und die dritte nach einander mit Emanuel,König von Portugal!; Eatharina, die jüngste, mit Hein-rich VIII. König von England, und Johanne, die zweite,gab dem Erzherzog von Oestreich Philipp, der von seinerMutter die 17 vereinigten Provinzen der Niederlande und dieGrafschaft Burgund geerbt häkle, und zu diesem großen Erbenoch nach dem Tode des Kaisers Maximilian, seines Va-ters , die ganzen Besitzungen des Hauses Oestreich bekommensollte, ihre Hand.
Johanne hatte nicht die Geisiesstarke ihres Vaters. IhrGehirn gerieth in Unordnung, und Philipp machte einenZufall, dessen Ursache er zum Theil selbst war, öffentlich bekannt,um sie derjenigen Rechte zu berauben, welche sie ihm mitge-bracht hatte- Aus diese Weise hatte der von außen so glücklicheFerdinand häuslichen Gram, der ihm die letzten Tage verbit-terte.
Der Beiname der Catholische würd'ihm nach der Ver-treibung der Mauren von dem Papste gegeben, und seine Nach-fvlger machte» daraus einen für die Könige von Spanien erblichenTitel. Der Abbe' Mignot schrieb seine Geschichte in 2Bänden in 12.
Man sehe den Artikel CANNAMARES.
FERDINAND VI. b er SB eise genannt. Sohn Philipps V.und der Maria von Savoien, seiner ersten Gemahlin, stieg nachdem Tode seines Vaters, 1746, auf den Thron. Er fing seineRegierung mit Wohlthaten an, gab den Gefangenen die Freiheitwieder, verzieh den Schleichhändlern und Ueberlansern, undsetzte zwei Tage in der Woche fest, worin er seinen Unterthanendas Recht sprach.
Er nahm Theil an dem Kriege von 1747, und vorzüglich andem 1748 unterzeichneten Frieden, welcher dem einen seiner Brä-der die Krone beider Sicilien und dem ander» die HerzogrhümerParma und Piacenza erwarb. Er benutzte diele Ruhe zur Aus-rottung der in den Finanzen eingeriffenen Mißbrauche, stellte dieSeemacht wieder her, schaffte das dem Staate lästige Tribunalder Nunciatur ab, reformierte die regulierte Geistlichkeit, und
Dritter Theil. N beschützte