Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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FERDINAND I.

beschützte die Handlung, die Künste und den Ackerbau. DaSdurch seine gute Regierung fruchtbar gemachte Spanien sahMa-nufacturen aller Art aus seinem Schooße hervorgehen. DieSpanier, die vorher der Industrie anderer Nationen zinsbar wa-ren , sahen sich durch seine Sorge i» Ucberfluß der rohen Mate-rialien und der Producte der Kunst gesetzt. In verschiedenenTheilen des Staats angelegte Canale brachten dem Lande Ucber-jfhtß. Carl III. sein Bruder, unterstützte seine Unternehmungenwürdigst.

Ferdinand VI. starb den io. August 1759 in einem Alter von46 Jahren zu Madrid ohne Nachkommen. Er war beständigvon schwächlicher Gesundheit, welche ihn abhielt, alles das zuthun, was er zu thun wünschte. Er hatte sich 1728 mit Ma-ria Magdalena Theresia, Jnfantin von Portugall,vermahlt.

FERDINAND I. Großherzog von Toscana, folgte seinemBruder Franz II. der 1587 starb, nach. Er regierte seinenkleinen Staat mit einer Weisheit, welche ihm die Liebe seinerUnterthanen, und die Achtung aller Europäischen Fürsten cr--warb. Er befreite seine Staaten gleich vom Ansänge seiner Re-gierung an von einer zahllosen Menge Banditen, die sich darinso festgksetzt hatten, daß sie ordentliche Niederlassungen hatten.

Das Mittelländische Meer wurde von Corsaren beunruhiget,welche an den Italiänischen Küsten ohn' Unterlaß raubten, unddurch ihre beständigen Seeräubereien den Handel störten. Fer-dinand rüstete, um diesen Unordnungen abzuhelfen, eine Flotteaus, vertrieb die Corsarcn, erhielt große Vortheile über sie, nahmihnen mehrere Schiffe weg, und verfolgte sie bis nach Africa,wo er sich Meister einiger Plätze machte, und dieselben schleifenließ. Seine Vortheile waren so groß, daß nur wenig fehlte, so«ahm seine Flotte Famagosta in Cypern weg.

Der Großherzog wollte sich, durch seine Fortschritte ermun-tert, von dem Joche der Spanier ganz befreien. Er handeltedabei mit so vieler Geschicklichkeit und Klugheit, daß er sie end-lich dahin brachte, daß sie die Länder seiner Herrschaft ver-ließen.

Freund der Gerechtigkeit nahm er' beständig die Partie unge-rechter Weise verfolgter Fürsten, und stand ihnen mit seinemRath und seinen Schätzen bei, Frankreich ist ihm für das Geld