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Seine Tochter heirakhete den berüchtigten Criminal- LieutenantTardieu, welcher nebst ibr 1664 von Scraßcmaubern er-mordet wurde. Sein Schwiegersohn und seine Tochter, welche 1Muster des schmutzigsten Gcitzes waren, sind in Boileau'sSatyre gegen die Weiber ohne alle Schonung durch-gezogen.
FERRIER (Louis), von Avignvn, ein Französischer Dich-ter, wurde wegen folgender Marime:
L'Amour pour les Hiortels est le souverain bien,vor die Inquisition seiner Vaterstadt gezogen. Dieser Vers ste-het in seinem
Prictftes galant,
einem Gedichte, das eh' er es 1678 in 12. zu Paris heraus gab, jin der Handschrift herum ging. Ais er auf Bitten seiner Freun-de von diesem Gericht frei gesprochen worden war, begab er sich jnach Paris, und ward daselbst Hofmeister der Sohne tkö Her-zogs von St. Aignan. Er starb 1721 in einem Alrer von 69Jahren in der Normandie, wo er sich das Gut Martiniere ge-kauft harre. Außer seinen Erseeptes galant hat man noch andereStücke von ihm, welchen es weder an Geist noch Talent fehlt; -aber seine Versification ist schlecht und sein Styl unrichtig. Vor-züglich fallen seine Fehler in seinen Trauerspielen Anna vonBretagne, Adrast und Mvntezuma in die Augen.
Sie wurden jedoch alle drei, und die erste wird noch bisweilengegeben. Die letzte fing auf eine allzu riesenhafte Art an, umsich auf diesem Tone halten zu können. Man erblickte gleicheinen Pallast in barbarischem Styl, in dessen Grunde sich Scla-ven mit Pfeilen bewaffnet befanden. Der Americanische Fürst,ganz mit Gold und Diamanten bedeckt, saß auf seinem Throne,
«nd sprach zu 8 Caciquen, die zu seinen Füßen auf der Erde la-gen, folgende Zwei aus Voltaire genommene Verse:
Lever - von«: votre Roi vous permet anjourd’huiEt de l’envisager & de parier ä lui.
Diese prächtige Eröffnung der Bühne war alles, was in die-sem Stück das Auge und die Aufmerksamkeit auf sich zog.
FERRIER. Man sehe den Artikel Vincent FERRIER.
FERRON (Arnauld du), Parlementsrath zu Bordeaux,feiner Vaterstadt, ist Verfasser einer
Fortsetzung der Geschichte des Paulus Aemilius,
gelehrter