Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
Seite
233
JPEG-Download
 

FITZ - JAMES

233

Truppen in Deutschland vor Philippsburg, und belagerte'es.Ein Kanonenschuß eudigre den 12. Juni 1754 seine glorreicheLaufbahn; der Platz wurde erst den >2. Juli eingenommen.

Frankreich verlor seine beiden größcstcn Generale, Ber?wick und Villars, zu gleicher Int; sie besaßen beide daSTalcnr eines Kriegers in einem hohen Grade. Meistern derPurist kommt es zu, zu unterscheiden, wodurch sich einer vordem andern auszeichnete Das besondere Talent deS MarschallsBcrwick, sagt Montesquieu, bestand darin», einen Defensiv-krieg zu führen, verzweifelte Dinge gut zumachen, und alleHülssnnttel zu kennen, deren man sich in UngückSsällen bebte*neu kann. Er mußte feine Starke, fetzt derselbe Schriftstellerhinzu, m dieser Rücksicht gut kennen, „denn ich hab' ihn»ort sagen hören, er habe sein ganzes heben hrn-„durch am meisten gewünscht, einen gute» Platz»zu vertheidigen zu haben.«

Gehen wir von dem öffentlichen zu dem Privatmanne über,so finden wir auch an ihm zu loben. „Sein kaltes» ein wenig„trockenes und bisweilen selbst strenges Betragen machte, daß„er unter der Französischen Nation als ein Fremd'mg harre cr-„ scheinen können, wenn große Seelen und persönliches Verdienst„ein besonderes Vaterland harren. Er konnte nie diejenigen„Dinge sagen, die man jolies chosc« ncnrt. Vorzüglich rvar„er frei von jenen zahlenlosen Fehlern, welche diejenigen bestan»„big begehen, die eine allzngrvße Eigenliebe haben. Wenn er„aber keine allzu gute Meinung von sich selbst harre, lo hatt' er„darum auch kein größeres Mißtrauen i» sich: er betrachtete„und kannte sich mit eben dem gesunden Verstände, "stt welchem„er alle andern Dinge sah. Er liebte seine Freunde. Er leistete„uns Dienste, ohne davon zu reden; eS war eine unsicht are„ Hand, die uns diente. Er hatte viel Religion. Nie beoback-„tete ein Mensch die Gesetze des Evangeliums besser, welche.„Personen von Welt so viel kosten. Ueberhaupt übte niemand„die Religion so viel aus, und sprach so wenig davon. Er„ sprach nie von jemanden Böses, und lobte nie Personen. die„er desilobes für unwürdig hielt. Er haßte jeneDispüte, welche„unter dem Vorwande der Ehre Gottes yur persönliche Dispute„sind. Die Unglücksfaüe des Königes, seines Vaters, hatten„ihm gelehrt, daß man sich großen Fehlern aussetzt, wenn man„selbst gegen diejenigen Personen, deren Character das meiste* Ehrwürdige hat, allzu leichtgläubig ist. Niemand hat ein grö-

P 5 ȧeres