Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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34© FLAVIANUS FLECHIER

FLAVIANUS (der Heilige), Patriarch j von Antiochia,Von hoher Geburt und noch höherer Tugend, wurde bei Lebzeitendes Paulinuö auf den patriarchalischen Stuhl gesetzt. LieseWahl, welche im Jahr 382 von dem Concilium zu Constantino,pel bestätiget wurde, war die Quelle eines Schisma, das unterdem Papst JnnocenS I. ausgerottet wurden

Flavianus vertrieb die Messalianer (man sehe den Arti«kel SABaS), die ihn mit ihren Irrthümern angesteckt hatten,aus seiner Diöccs, bat den Kaiser Theodosius um Gnade rürsein Volk, und erhielt sie- Die Einwohner von Antiochia harrenbei einem Aufruhr die Statüe der Kaiserin Priscilla «umgestürztund gemißhandelt; Flavianus redete fik sie mit der Beredsam»feit, mit welcher Cicero einst für Ligarius sprach. DerHeilige Chrysostomus, der ihn zum Priester ordinierte, harte,sagt man, seine Rede aufgesetzt.

Dieser große Prälat starb 404, nachdem er seiner Kirche r;Jahr vorgestanden hatte.

FLAVIANUS (DER HEILIGE), folgte im Jahr 447 demProclus im Patriarchat zu Constantinopel nach. Chry«saphiuö» Günstling des Kaisers Tbeodosius deS Jüngern,sucht' es dahin zu bringen, daß er von seinem Stuhl vertriebe»würde; aber der heilige Prälat trotzte seinen Drohungen. Nichtweniger fest zeigt' er sich gegen Eutyches, der um dieselbeZeit seine Irrthümer auszustreuen anfing. Er anathematisierteihn auf einer Kirchenversammlung; aber die Anhänger des Hä»rrsiarchen verdammten und setzten ihn im Jahr 449 auf der be-rüchtigten Synode ab, die unter dem Namen der Straßen»ränberbande von Ephesus bekannt ist. Dioscorus,B'schok von Alerandrien, begleitet von einer Menge Soldatenund buche, führte auf dieser aufrührerischen Versammlungden Veisitz. Flavian appellierte gegen diese Derurtheilung;aber Dioscorus antwortete auf seine Gründe nur mir Fuß > undFauststößen. Dieser Wüthende mißhandelte ihn endlich so grau-sam , daß Flavianus z Tage darauf starb.

FLAVIUS JOSEPHUS. Man sehe den Artikel JOSEPHUS.

FLECHIER(Esprit), 1632 zu Pernes, einer kleinen Stadtin der Dldces Carpentras, geboren, wurde bei seinem OheimHercules Nudiffret, General der Vater von der Christlichen Leh«re, im Schovße der Wissenschaften und der Tugend anftrzogen.

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