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Nach dent Tote seines Oheims verließ (v diese Conaregatwn,und erschien zu Paris als schöner Geist und Prediger. Er mach-te sich in beiden Gattungen einen berühmten Namen, und nahmTheil an ven Wohlthaten, welche Ladewig XIV. oen Gelehrtenerzeigte. Flcchicr, angefeuert durch Liese Belohnungen, strengteseine Kräfte noch niehr an, und erreichte Bossuets Ruhmin der Trauerrede bald. Die auf T ü r e n n e, sein Meister-stück, erweckte die Thräne des Helden, und machte seinen Red-nerruhm vvllkonimen. Man bervnnvert darin vorzüglich dieschöne Parallele zwischen dem Marschall von Frankreich und Ju-das MaccabauS.
Der Hof belehnte 1685 seine Talente durch das Bisthum §a«vaur, und 1687 durch das Bisthum Äimes. Als ihn SudewigXIV. zu dem erster« ernannte, sagt' er zu ihm: »Wundert Euch»nicht, daß ich Euer Verdienst so spat belohne; ich fürchtete»mich vor der Beraubung des Vergnügens, Euch zu hören. “
Die Diöces Nimcs war voller Protestanten; er benahm sichgegen sie als ein guwr catholischer Hirt. Er unterrichtete sie,und brachte durch den Geist des FriedcnS, der Sanftmuih undlllachsichr viele wieder zuukatholischen Kirche zurück. Die christ-liche Liede, die er gegen den Theil seiner von der herrschendenKirche getrennten Heerde ausübte, war demjenigen, der imSckooß der Kirche selbst seiner Güte und Hülfe bedurfte, nochfühlbarer. Ein unglückliches Mädchen, das seine Aeltern ge-zwungen hatten, eine Nonne zu werden, hatte das Unglück ge-habt, der Liebe unterzuliegen, und ihrer Superiorin die kläglichenFolgen ihrer Schwachheit nicht mehr verbergen zu können. Fle-chier erfuhr, daß diese Superiorin sie dafür auf die grausanisteWeise bestraft, und sie in ein unterirdisches Gewölbe hatte ein-schließen lasse«, wo sie auf Stroh liegend und bei wenigem Bro-te, das man ihr kaum »och gab, den Tod, a's das Ende ihrerLeiden, erwartete. Der Bischof von Nimes begab sich in daS-Kiosier, und ließ sich nach vielem Widerstände die Thüre desabscheulichen Gefängnisses öffnen, worin diese Unglückliche irrVerzweiflung schmachteie. Als sie ihren Hirten erblickte, strecktesie ihm als ihrem Befreier ihre Arme entgegen. Der Prälatwarf einen zornigen Blick auf die Superiorin, und sagte zu ihr:»Wenn ich nicht die menschliche Gerechtigkeit hörte, so sollt' ich»Euch an die Stelle dieses Opfers Eurer Barbarei hinwerfen;»aber der Gott deo. Gnade, dessen Diener ich bin, gebiethet mir,-gegen Euch eine Nachsicht auszuüben, die Ihr gegen sie nichtDritter Theil. Q »aus-