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FLECHIER
2) Die Ausgabe eines sehr lc/inswücdigen kwerkes vonAnton Maria Gratiani De Castbus illustrium Virorum,in 4. mit einer Lateinischen Vorrede. Der Styl bei selbe»
* ist eben so rein als elegant.
3) Panegyriaues des Sainis, Paris 1690 1 vel. in 4. störn,in is. Wird den bestem Werken dieser Art gleich geschätzt,
4) Eine Sammlung von Oraisons funebres, / vol, in 4,& in is.
In denen des Bossuet ist weniger Zierlichkeit und Reinheitder Sprache/ aber man findet darin eine stärkere, mannlichcreund nervichtere Beredsamkeit. Flechierö Styl ist fließender, run-der, gleicher; Bossuerö Styl, -der nicht so gleich und statig ist,kennt mehr von jenen kühnen Zügen, von jenen lebendigen undtreffenden Figuren, welche das Genie charactcrisiercn. Flechierist in der Wahl und Anordnung der Worte glücklicher; aber seinHang zu Antithesen verbreitet eine Art von Monotonie über sei-nen Styl. Er verdankte der Kunst eben so viel, als der Natur;Bossuet verdankte der Natur mehr, als der Kunst. Flechiersagte, »man redet für die Sinne, und schreibet für den Geist."Dossuet that beiden Genüge. Er erweckte die Einbildungskraft,und gab zu gleicher Zeit zu denken. Flechier hat in einem weit'geringern Grade das große Verdienst des Dcnkcis, das mit demeines Redners so selten verbunden ist.
5) Sermons, j vol. ims. Sie haben nicht die Stärke, alsfeine Trauer-und Lobreden. Man findet darin schöne Pe-rioden und sehr wenig Gedanken.
Er hatte frühzeitig in den alten Französischen Predigten redneri-sche Wendungen und ingeniöse Gedanken gesucht, von denen ereinen noch ingeniösern Gebrauch machte: daher findet man auchbisweilen eine gewisse antike Form, die Form des Anfanges vonseinem Jahrhundert. Er predigte im alten Geschmack und immodernen Styl; daher gesuchte Wendungen, nicht allzu natür-liche Contraste, und Gedanken, die witziger als gründlich sind.Er las oft zum Zeitvertreibe die Italiänischen und SpanischenPostillen, die er oft zum Scherz seine Narren nannte;aber ihre Verfasser, die er lächerlich machte, ließen ihm etwasvon ihrem Tone zurück.
6 ) Histoire dt VEnvpenur Theodose Je Grand , Paris 1679in 4. die wegen der Zierlichkeit des Styles mehr geschütztwird, als wegen der Nichtigkeit, der Untersuchungen. DerVerfasser schmeichelt seinem Helden ein wenig.
7 ) Vi*