FONTAINE
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„greife nicht, wie diese Ewigkeit mit der Güte»Gottes übereinstimmen kann."
Er erhielt den 12. Februar 1693 die letzte Oehlung, und warfreuevoll ein theatralisches Stück, welches bald gegeben werdensollte, in das Feuer, und versprach, keine Erzählungenmehr zu machen. Das Gerücht von seiner feierlichen Besserungin Ansehung der Sitten und Religion verbreitete sich mit demGerücht von seinem Tode bald, und Liniere machte fol-gendes Epigramm:
Je ne jugerai, de 111a vie,
D’un hoitime avant qu’il soit steint,
Pe'cisson est niort eu impie,
Et L a Fontaine conune un Saint.
Beides aber war falsch. Pelisson hatte seine Laufbahnnicht als Ungläubiger geendiget, (mau sehe seinen Artikel), undLa Fontaine starb an dieser Krankheit nicht. Er lebte noch zweiJahre bei Madam d'Hervart eben so angenehm, als bei der LaEtabliere. ka Fontaine'S Bekehrung war aufrichtig, aber dieReibe der Dichtkunst waren für ihn so stark, daß er, wie mansagt, noch einige Erzählungen wachte: la Clochettc soll einedavon sei«; hierauf spielt sein Prolog, der von Moreri an-geführt wird, äst:
O combien l’homme est inconstans, divers,Foible, leger, tenant mal sa parole!
I’avois jure , meine en aster beaux vers,
De rönoncer ä tont Conte frivole.
Et quand jure? C’est ce qui me confondDepuis deux jours j’ai fait cette promeffe.
Puis ficz-vous a Rimeur qui repondD’un seul Moment. — —
La Fontaine unterdrückte diese Ausbrüche einer Embildungs-kraft, die lange Zeit auf diese Gattung gerichtet war, welcheweder die edelste, noch weiseste ist. Er unternahm eine Ueber,setzung der Kirchenhymnen; aber sein durch Alter, Fasten, Heil-mittel abgekühlter Eifer, und vielleicht sein Genie, welches dieNatur nicht für das Ernsthafte gebildet hatte, erlaubten ihmnicht, auf dieser Laufbahn lange fort zu gehen. Er starb zu Pa»ris 1695, im 74. Jahre, unter den lebhaftesten Gefühlen derReligion. Als man ihn entkleidete, fand man ihn mit einerHaarkutte bedeckt.
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