Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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FONTAINE

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höchsten Einfalt hat er Genie, und selbst mehr von dem, wasman Geist nennt, als man unter den gebildetsten Menschen vonder großen Welt findet.

Der aufgeklärten Liebe des Herrn von Montenault zuden Wissenschaften und Künsten verdanket man eine prächtigeAusgabe der Fabeln des LaFontaine in 4 Foliobanden,wovon der erste 17;; und der letzte 1759 erschien; jede Fabel hateinen und bisweilen mehrere Kupferstiche. Vor dem Werke siehteine Lebensbeschreibung dcö Fabeldichters, die von den kindischen.Mahrchcn gereiniget ist, welche kleine Geister von großen Män-nern erdenken. Man hat eine andere Ausgabe der Fabeln desLaFontaine von Coste, 1744, 2 Bande in 12. mit Kupfernund kurzen Anmerkungen, und 1757, l Band in 12. ohne Ku-pfer. Es erschien eine andere, die wenig gesucht wird, in üOc-tavbanden, ganz in Kupfer gestochen, mit Figuren.

Die besten Ausgaben seiner Erzählungen sind: die vonAmsterdam, 1685, 2 Bande in 8- nur Kupfern von Romainsund Hvogne; die von Paris, 1762 mir Kupfern, von den ge-schicktesten Künstlern nach EiscnS Zeichnungen gestochen, 2 Bän-de in 8 . auf schönes Papier. Sie wurden 1758 zu Paris in 4niedlichen Bandchcn in 12. wieder gedruckt. Die

Oeuvres diverses de la Fontaine,

enthalten alles, was man von seine» Werken in Prosa und Versen,ausgenommen seine Fabeln und Erzählungen, zusammen brin-gen konnte. Die besten Stücke dieser Sammlung sind, der Ro-man Amor und Psyche, der allzu weitlausiig ist, wor-in man aber oft den La Fontaine findet; der Florentiner,eine Comödie in Einem Auszug:; Der Verschnittene,eine Comödie; ein Gedicht über die Chinarinde; ein an-deres über St. Malch, welches der Lyriker Rousseau sehrschätzte; AdoniS, eins seiner Meisterstücke; einige Ana-creontische Lieder; Briefe und andere Aufsätze, diemeistentheils sehr schwäch sind, und nicht gedruckt worden waren,wenn die Herausgeber mehr auf den Ruhm der Verstorbenen,alö auf das Interesse der Lebenden sähen. Die ganzen Werkedes La Fontaine wurden 1762, 3 Bände in 4. gesammelt; eineschone Ausgabe.

La Fontaine hatte viele Gattungen versucht, selbst einige, diegegen sein Gerste waren. Madam deSevigne'sagte: „Ich wünsch-st te eine Fabel zumachen, welche ihm zeigte, wie erbärmlich