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FONTANA
Massen verfahren waren, lag in Vergessenheit begraben; dieTradition lieferte hierüber nichts, und man mufiie nothwendiger |Weise erfinden. Fontana legte dem Papste das Modell von ei,
«er, zn dieser Operation geschickten Maschine vor, mit welcherer das im Kleinen ausführte, was im Großen vollzogen werdensollte. Die Ausführung entsprach der Erwartung: der Obeliskwurde auf den Platz, wo er aufgerichtet werden sollte, 115 Rö.mische Caune von dem Orte, wo er erst stand, geschafft, unddann den ro. Scrtember 1586 unter großem Beifallsrufen einerunzähligen Menge Zuschauer auf sein Piedestal gestellt.
Man sagt. Fontana, dem Sirtus V. drohte, den schlechtenErfolg seines Unternehmens mit seinem Kopse bezahlen zu müssen»habe au den Thoren von Rom Pferde in Bereitschaft halten lassen,um sich im unglücklichen Falle dem Zorn des Papstes zu entzie«he». Dem sei, wie ihm wolle, so würd'er prächtig belohnt.
Der Papst ernannt' ihn zum Ritter vom goldenen Sporn undzum Römischen Nobile, und ließ ihm zu Ehren Münzen schla«gen. Au diesen Auszeichnungen lugte er eine Pension von 2002Goldthalcm, die nach feinem Tod' an seine Erben fielen, außereiner Gralification von 5200 Thalern, und dem Geschenk allerMaterialien, die zur Ausführung seines Unternehmens dienten, ' ,und über 20,000 Thaler geschätzt wurden. Diese einzige Auf-richtung des Obelisken auf dem St. Petersplatze brachte demFontana den meisten Ruhm.
Er hatte viel Genie zur Mathematik, machte aber in der Ar- ichilectur große Fehler. Die schlechten Dienste, die man ihmbeim Papst Clemens VIII. leistete, und vielleicht auch wirklicheVersehen, machte, daß er die Stelle des ersten Architekten deSPapstes verlor. Er wurde 1592 von dem Grafen von Miranda,Vicekönig von Neapel, dahin berufen, und zum königlichen Ar»chitectcn und Jngeniör en Chef des Königreiches ernannt. Erbaute mehrere Gebäude in dieser Stadt, und unter andern denköniglichen Pallast. Er starb daselbst reich und sehr lgeachtet,im Jahr 1607. Man hat von diesem Architecten die Beschrei»biing der
iMllttel ;nm Transport und rar Aufrichtung des Gbeli's«ken, Rom 1690, i Band in Lolio.
FONTANA ( Annibale) , ein berühmter und fleißigerBildhauer von Mailand, verfertigte; viele Werke, die wegen derfthbnen Ausarbeitung von Kennern bewundert werden. Man
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