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FONTENELLE
Elogen des AcadSmhuns, die in dieser Geschichte enthalten, undin 2 Banden besonders gedruckt sind, haben das besondereVerdienst, daß sie die Wissenschaften ehrwürdig machen,so wie den Verfasser selbst. Er lobt um desto besser, daer kaum zu loben scheint. Er schildert den Menschen undden Akademiker. Wenn seine Porträts bisweilen etwas ge-schmeichelt sind, so sind sie doch immer ziemlich ähnlich.Er schmeichelt nur dadurch, daß er die Fehler mildert,nicht, daß er Eigenschaften giebt, rpelche man nicht hatte,noch selbst dieienigen größer macht, die man hatte. Seineleganter, bestimmter, lichtvoller Styl hat in diesen Lob-schriften, wie in seinen übrigen Merken, Fehler: allzu vielNachlässigkeit und Familiarität; da, eine Art von Affecta-tio«, große Dinge im Kleinen zu zeigen; dort einige kindi-sche und der philosophischen Ernsthaftigkeit unwürdige De-tails; bisweilen Ucberfcrnhcit in den Ideen, und oft allzuviel Gesuchtes in den Verzierungen. Diese Fehler, die imallgemeinen die Fehler aller Schriften von Fontenelle sind,fallen bei ihm weniger auf, als sie bei andem thun würden,nicht allein wegen der bald frappanten, bald feine» Schön-heiten, neben welchen man sie bemerkt, sondern weil manfühlt, daß ihm diese Fehler natürlich sind. Die Schrift-steller, die so sehr suchten, ihm gleich zu werden, habennicht bemerkt, daß ihm seine Art zu schreiben durchaus ei-genthümlich war, und ohne zu verlieren durch keine andereFeder gehen kann.
L’Hifloirt du Thedtre Francois , bis auf Corneille, mitdem Leben dieses berühmten Dramatikers Diese sehr kurzgefaßte aber mit guter Wabl geschriebene Geschichte istvoll von Laune, aber diese philosophische Laune giebt, in-dem sie viel zu lachen macht, viel zu denken.
Reflexions für la Poe'tique du Thedtre, & du Thedtre Tragt -que, eins der gründlichsten, durchdachtesten, und vielleichteine von denjenigen Schriften von Fontenelle, worin er,indem er weniger ein schöner Geist zu sein scheint, mehrals ein Mann von Geist erscheint.
EUmens de Geometrie de l’infini, in 4. Ein Buch, wor-in oie Geometer fast nichts erkannten, als die Form.
Eine Tragödie in prossa und sechs Tomödien, wenig thea-tralisch und ohne Warme und römische Kraft. Sie sindvoll von Geist, aber von jenem Geiste, der nur von weni-ge»