Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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FONTENELLE

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gen Personen begriffen wird, und passender für philosophi-sche, als für gewöhnliche Leser ist.

Theorie des Tourbillons Carte'fitns , ein Werk, welches, wen«es nicht aus feinem Alter ist, es zu sein verdient.

Fontenelle war ein großer Bewunderer von Deöcartes, undvertheidigte, so sehr er auch Philosoph war, bis an seinen Toddie Irrthümer, von denen er sich in seiner Kindheit hatte hinrei-ßen lassen.

Endymien, Pastorale; Thetis & Pelee, Ende & Lavinie, ly-rische Tragödien.

Er hatte in seinem Freunde La Motte in der lyrischen Sce-ne und andern Gattungen einen Nebenbuhler, aber einen Neben«buhler ohne Eifersucht. Wir setzen deßwegen die scharfsinnigeParallele hieher, welche d'Alembert zwischen den Talentendieser beiden Schriftsteller zog: „Beide voll von Nichtigkeit,„Kenntnissen und Verstand zeigen sich als Philosophen und Lit-„teratoren durchaus über die Vorurtheile erhaben. Beide kam-„pfen mit einer bescheidenen Schüchternheit gegen sie, womit„sich der Weise zu bedecken nie vergißt, wenn er angenommene„Meinungen bestreiket: eine Schüchternheit, welche ihre Feinde„heuchlerische Sanftmuth nannten, weil der Haß der„Klugheit den Namen List, und der Feinheit den Namen Falsch«„heil giebt. Beide trieben ihre Empörung gegen die Götter und„die Gesetze des Parnasses zu weit: aber die Freiheit der Mei<„nungen des La Motte scheint mit seinem persönlichen Interesse,„sie zu behaupten, und die Freiheil der Meinungen des Fonte«„nelle mit dem allgemeinen, vielleicht bisweilen schlecht verstau«„ denen Interesse für die Fortschritte der Vernunft in aller Art,„naher zusammen zu hangen. Beide legten in ihre Schriften„jene für gute Köpfe so Genüge leistende Methode, und jene für„feine Richter so picante beinhcit. Aber die Feinheit deS La„Motte ist enthüllter, und die des Fontenelle laßt dem Leser„mehr zu rathen. La Motte vergißt, ohne je zu viel zu sagen,„ nie etwas von dem, was ihm sein Gegenstand darbiethet, macht„von allem Gebrauch, und scheint zu fürchten, er möchte durch„allzu subtile Enthaltsamkeit einen seiner Vortheile einbüßen.„Fönrenelle, ohne jemahls dunkel zu sein, ausgenommen in den„Augen derer, die es nicht verdienen, daß man klar ist, sparet„sich zugleich das Vergnügen, daß sich sein Leser, um ihn ganz„zu verstehen, noch immer etwas hinzu denken muß, und daß er„hoffen kann, von denen, die es werth sind, ganz verstanden zu

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