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FORTIUS
Tasso; er wollte beweisen , wie leicht es sei, bei hinlängliche»Einbildungskraft in der Gattung des Ariost wenigstens bis aufeinen gewisse» Grad glücklich zu sein, und schrieb ein Gedicht inzo Gesängen, welches er in sehr kurzer Zeit vollendete. Es ist derRicciardetto. 1738 in 4. Paris 1^68 , 3 vol. in 12.ein heroisch-burlcskisches Werk, worin sich der Verfasser nachdem Beispiel des Ariost, allem dem überließ, was ihm seineEinbildungskraft eingab. Es herrschet darin eine Unordnungund Bizarrerie, die den Leser in eine beständige Anstrengung deSGeistes wirft, und ohne das Genie, die angenehmen Scherzeund leichte Versificatio«, die es athmet, die Lesung desselben »n,erträglich machet, würde. Im Jahr 1766 wurde in 2 Bandenin 8- davon eine Französische Nachahniung in Versen herausgegeben; der Ueber scher zog die 30 Gesänge, waraus das Ori»ginal besteht, in 12 zusammen. Er legte sich das Joch auf, dieOktave rime dieses Gedichtes in Französischen Stanzen auszu-drücken, die gleichfalls aus acht Versen bestehen Indeß athmetseine llebersetzuiig Freiheit, und seine Brise sind ziemlich fließend.Der Verfasser, M. du Mourricr, Ritter des St. Ludewigö«vrdens, starb 17(18/ sei es nun, daß diese Arbeit stine Krank-heit veranlaßte, oder daß seine Krankheit seine Arbeit endigte.
Man hat auch eine
Uebersetzung des Terenz in Italiänische Verse, Urbino» 736 , mit Lupfern unv vem Lateinrjchen Text,von Fortiguerra.
FORTIUS (Joachimus), ein Philosoph und Mathema-tiker, der unter dem Namen FORTIUS RINGELBERGIUS be.kannter ist, erwarb sich die Liebe des Erasmus, Operi-nus, Hpperius, und der meisten übrigen Gelehrten seinerZeit. Er lehrte die Griechische Sprache und Mathematik in denNiederlanden, i» Frankreich und anderwärts, und stand amHofe Marimilian I. in großem Ansehen. Er pflegte oft zu sa-gen, ihm war' ein Wort aus der reinen Latinitätlieber, ol» ein Goldstück. Er starb um das Jahr 1536.
Man hat von ihm eine große Menge schätzbarer Werke, unterdenen sein Tracrat
De ratione studendi , Lepden 1622 in 8.für das beste gehalten wird. Er giebt darin vortreffliche Maxi-men zum zweckmäßigen Studieren,
FOSSB