Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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FOSSE

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FOSSE (Charles de la), 1640 zu Paris geboren, lerntebei Franr Ebauveau und Carl le Krün. Iu Venedigverliebt' er >"ch in die dasiqe Manier, so daß er sie nachi-er be-ständig nachahmte. Nach seiner Znrückkunft aus Italien wur-den ihm gleich die wichtigsten Arbeiten für den König und die vor-nehmsten Kirchen in Paris anvertraut, wo er unter andern dieLrauungscapclle in der Kirche St- Eustache auf frischen Kalkmahlte, und darin mit Peter M »gnaro wegen dess-n Ar-beit in der Kirche Val de Grace um den Vorzug stritt. Dieseund viele andere Werke, welche er hin iittb wieder in dem König-reiche verfertigte, breiteten seinen Rudm auch außerhalb d ssel-ken aus. Der Lord Montaigu berief ihn nach Lenden , in des-sen schönem Pallast La Söffe zwei große Decken stücke mahlte,worin er mit einer dichterischen Erfindung, bezauberndem Colo-rik. vortrefflichem Verstand und großer Compositio» die Vergöt-terung der Isis und die Versammlung der Göner vorstellte.Alan suchte ihn deßwegen unter großen Versprechungen in Eng-land zu behalten, er weigerte sich aber, es anzunehmen, weil erum dieselbe Zeit von dem berühniten Mansard nach Frankreichzurück gerufen wurde. Er war Director, Canzlcr und Rectvrder königlichen Akademie zu Paris, und starb daselbst 171b.

Ein Jahr vor seinem Tode mahlt' er noch zwei große Tafelnfür den Chor der Cathedralkirche, die Geburt Christi und die An-betung der Weisen vorstellend. Eine markichtc Mahlerei, ein»gute Kenntniß des Colorits, und eine vortreffliche Wirkung inSchatten und Licht, machen seine Arbeit vor andern berühmt,wogegen man seine Zusammensetzungen allzu überhäuft, und zu-weilen plump, seine Gewänder schlecht gefaltet, und seine Fi-guren öfters allzu kurz findet. La stosse ist einer von denen Fran-zösischen Mahlern, welche die gute Manier, auf frischen Kalkzuarbeiten, am besten verstanden. Tbomassin, Chatil«lon, C. Simoneau, Audran, B. Picarl, Cochiyu. a. haben 22 Blatter nach ihm in Kupfer gebracht.

FOSSE (Antoine de la) , Herr von Anbigny,Neffe des Vorhergehenden, wurde 16:8 aus einer Goldschmids-familie, wie sein Onkle, geboren. Er war nach einander Se-cretär des Marquis von Crequ! und des Herzogs von Aumont.Als der Marquis von Crequi in der Schlacht von Luzarablieb, erhielt er den Auftrag, den Körper des junge» Helden«ach Paris zu bringen, und er besang seinen Tod iu einem Ge-

T z dicht.