FOSSE
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dickst,, das noch jetzt existiert. La Fosse sprach und schrieb reinItaliänisch. Eine Ode, die er in dieser Spräche machte, er»warb ihm in der Academie der Apatisten zu Florenz eine Stelle.Er las hier als Danksagungsrede eine Abhandlung über den be,sondern Gegenstand vor: „ob die blauen oder die schwarzen Au»„gen die schönsten seien?" Noch mehrere Talente besaß er zurFranzösischen Poesie. Seine Verse sind äußerst ausgearbeitet;er gestand selbst, daß ibm Der Ausdruck mehr Mühe, als dieGedanken koste. Man hat mehrere Tragödien
Poj'ijme; Manlius Tapitolinus; Theseus; Torasus undLallprrhoe'
Don ihm. Die drei erster» haben sich auf dem Theater erhalten.Manlius, welches die beste ist, hat große Schönheiten; dieletzte hat weniger Glück gemacht. Eallnnhoe ist jedoch gut ver-sificiert; aber der Gegenstand ist mehr glücklich gewählt, und derVerfasser, vernicht weniger Bescheidenheit. als Genie besaß,hat mebrmahl gestanden, daß er von dem Urtheil des Publikumsnicht weiter appelliere. Dieser Dichter, ein Freund von Rous-seau, ist nicht so bekannt, als er es zu sein verdiente; seindramatisches Vervienst ist, was den Styl betrifft, welt größer<rls das des Campistrons.
Man findet in seinen Stücken dichterische Züge, welche dergroßen Französischen Tragiker nicht unwürdig wären. SeinManlius ist in mehreren Hinsichten von Kennern für ein-Stück anerkannt worden, dessen sich der große Corneille nicht zuschämen hätte; ein Lob , das doch gewiß sehr schmeichelhaft ist.Der Verfasser hakte für sein Stück aus der vortrefflichen Ge-schichte der Verschwörung zu Venedig von dem Abde' St. Realviel Nutzen gezogen. La Fosse war in seinem Leben mehrPhilosoph als Dichter, begnügte sich mit wenigem, zog die Wis-senschaften einem großen Glück, das ihm die Aufopferung seinerMuße hätte bringen können, und die Freundschaft denIhiffcn-schaftcn vor. Man hat noch von ihm eineUebertegung,
oder vielmehr eine Paraphrase der Oden deS Anacreon inFranzösischen Versen, die aber weit unter dem Original ist. Manfindet hinter dieser llcbersetzung mehrere andere poetische Stücke,wovon einige nicht übel sind, das übrige aber nur mittelmäßigist., Er starb 1708 im ~c. Jahre. Sein Theater ist in zweiBände» in 12. Paris 1747 erschienen. Es erschien davon noch