FOUCQ.UET
297
Freunden, die tont fein a'wzendeK Schicksal verschafft hatte,blieben ihm nur Gonrville, Pelliso», Mlle von Scuderi,diejenigen, welche in die Ungnade, in die er fiel, verwickelr waren,und ewige Gelehrte, die Pensionen von ihm erhielten, i'ibrig. Mansehe den -nikel FONTAINE (l. la). Der erstere versichertin seinen Memoiren, daß Foucquet einige Zeit vor seinem Tode« L seinem Gefängnisse befreit worden sei. Der zweite unternahmseine Vertheidigung in mehreren Memoiren, die in 15 Banden ge-sammelt, und Muster von Beredsamkeit sind. Die Plünderungendes öffentliche» Schatzes, welche sichMazarin ciutiibt hatte, be-wirt lc» zum Tbeil das Unglück des Surintendanten. DieserCardinal hatte sich, als Souverain» mehrere Zweige der Staats,einkünfte zugeeignet; aber es vermag auch nicht ein jeder, wirsich ein Mann von Geist ausdrückt, Fehler der Art zu begehe».Als etwas besonderes verdient bei FoucquetS Prozeß bemerkt z«werden, daß er sich so sehr in Absicht der günstigen oder ungün-stigen Gesinnung seiner Richter gegen ihn irrte, daß, als niandie Referenten ernennen mußte, Madam? F ucquet, seine Mut-ter, den Ober-Präsidenten von Lamoiqnon bat, von Or,messon ganz auszuschließen, welcher sich doch durch seinemuthvvlle Nachsicht gegen Foucquet in der Angelegenheit dessel-ben so viel Evre erwarb. Sie verlangte auch. daß Sainie-Helene, Beisitzer im Parlemcnt zu Rouen, ausgeschlossenwerben sollte, welcher gleichfalls ein Mitglied der Jnftizkammerwar; und hier harre sie richtiger gesehen, denn Sainte - Helenestimmte <ür Fyucquets Tod. Man wußte am Hofe ohne Zwei-fel, daß Madame Foucquet um die Entfernung dieser brisenRichter in der Sache ihres Sohnes nachgesucht barre, und siegewannen nur dadurch bei den Ministern. Der König ließ denOberprasidenr vor sich fordern, und befahl ihm, die Herren vonOrmesson und Sainke - H lene zu Referenten zu ernennen. DerOberpräsident trug dem König die Bitte der Madame Foucquetvor: »es sind die beiden einziges,« sagte er, »welche sie selbst»verworfen hat “ — »Sie fürchtet die Redlichkeit dieser»obrigkeitlichen Personen," erwiederte der König, »und dieß»ist ein Grund mehr, sie dazu zu ernennen." Der Ober»Präsident stimmte in das Urtheil über ihre Redlichkeit ein, aberer stellte dem Könige vor, daß, so wie es Gewtz sei, den Par-teien nicht die Referenten zu geben, welcke sie verlangten, sowäre es gleichfalls Gesetz, diejenigen nicht dazu zu ernennen,gegen welche sie protestiert harten. » Der Beklagte," antwortetesvgleich der König, der von seinen Ministern genau instruirt
T 5 war.