Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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FOUCQJLJET

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„Der Marschaü von Belle-Jöle hatte, ohne große Thaten„gethan ;u haben , eine große Repmarion. Er war 1741 weder„Minister noch General aewese». und galt doch für denjenigen„Mann, der die meiste Fähigkeit besaß, einem Staat und einer .„Armee vorzustehen. Er sah alles im Großen und im kleinsten !„Detail; er war einer von denjenigen Hofleuten, welche von i„ dem Gang der Geschaffte im Innern des Reicbs am besten un» ,„kerrichtei waren, er war fast der einzige Officior, welcher 1^ MaiinSziichr schuf; voll Aebe nach Ruhm und mühevollen Ge-„sc!:afften, obne welche es keinen Ruhm giebt; pünctlich und ar-„dcitsam; nicht weniger durch seinen Geschmack zu Unterhand»„lungen, als zu den Arbeiten im Eabinet und im Kriege hinge«„zogen; aber eine sehr schwächliche Gesundheir brachte ihn nur„zu ofe uni den Nutzen, den so viel Talente hatten stiften köu«„neu. Immer in Tbaiigkrit, immer voll Entwürfe erlag doch„sein Körper oft unter den Unlernehmnngen seiner Seele. Man„liebte in ihm die Politur eines liebenswürdigen Hofmanns und„die Freimüthigkeit eines Kriegers. Er überredete, ohne sich wie ein„Redner auszuo, kicken, uns das, weil er immer selbst überzeugt„schien; er schrieb sehr einfach, sein Anst hakte nichts Auszeich- >„ncnöes, und man würde aus dem Styl seiner Dreschen nie„einen Begriff von der Starke und der Thätigkeit seiner Ideen !„erhalten haben."

Man hat dein Marschall von Belle-Jsle vorgeworfen, daß ersich kleinen Details zu sehr hingegeben habe, und in alle Projecteeingegangen sei. Sein snstemalischer Geist trieb ihn an, allePlane, die man ihm vorlegte, anzunehmen, Mid die Abenteu« !rer zu sehr zu begünstigen; aber er hielt mit seiner Gutwilligkeit !an sich, so bald er merkte, daß man ihn betrogen hatte. „Ich j„hab e F e hI e r g e machk, sagte er dann, aber ich habe„nie den lächerlichen Stolz gehegt, sie nicht ge-„stehen zu wollen.“ Er nabm ein hohes Betragen ge-gen Gr ße an, und erschien an fremden Höfen ganz milderWürde, welche die Größe des Herrn erforderte, den er verstell«te; aber er war zugänglich uuo zuvorkommend für diejenigen, dieunter ihm waren, und er ließ sie das Gewicht seines Ansehensnicht empfinden. Er liebte Talente als aufgeklarter Mann, undnicht als ein Minister, der sich nur das Air eines PtorcctvrSderselben giebt.

Der Maischall von Belle-Jsle war von Natur kalt; seinegesellschaftlichen Unterhaltungen waren nicht erheiternd, aber sie

waren