Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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«Man sagt dieienigen aus allen Christlichen Gesellschaften,»welche jene Au chengebiäuche nichr beobachlcu, und man nimmt«nicht nur die Wollüstigen, die R ichsüchtigen. die schlechten«Menschen auf. sondern es wird ihnen sogar alle Ächtung he-rzeigt. ■ Die Christen, die dem «lüstern Gotrc ieust am incisten«treu sind, er fülle» d'e bürgerliche Gesellschaft und die Kirche»mit Absonderungen, Räubereien und Pareien, die sich hassen,«und die sich mitWuth um eine Würde, ei-cn Rang, eine Hul,«digung, einen Vorzug streiten. Keine der Christlichen Gcsell-»schaften widmet daher Gott einen reinen und wahren Dienst;»alle, ohne die Reformierten Kirchen auszunehmen, sind in den»Judaism zurück gefall"». Heißt eS nicht in der That, Jude«sein, und gewisser Maßen die Beschneidung wieder ci-.führen,« wenn man die Rechtfertigung und das Seelenheil von der Taufe«und den Sacramenten abhängen laßt. Die Diener der Kirche«negen diese Irrthümer selbst, und sie unterhalten sie. um ihre«Einkünfte und ihre Stellen sich zu sichern; die. Verderbnißhat«sich daher so sehr aller Christlichen Gesellschaften bemächtigt,«daß es weniger Unbequemlichkeit mit sich führt, alle Laster»und alles, was die gute Ordnung anstößt, zu dulden, als eine»Reform derselben zu unternehmen. WaS bleibt also denen, die«sich selbst noch retten wollen, übrig, als sich von allen Christ-«lichen Gesellschaften zu trennen, Gott durch Ausübung aller«der Tugenden, von welchen Jesus Christus uns ein Beispiel zu»geben in die Welt kam, z» verehre», und eme religiöse Gesell-»schaft zu bilden, die nur nüchterne, geduldige, ihr Fleisch creu»»zigcnde. uachsichtiqe, bescheidene, wohlthätige Glieder in ihren»Schoofi aufnimmt, die bereit sind, ihre Ruhe, ihr Glück und«ibr Lcben lieber aufzuopfern, als an der allgemeinen Verderbniß»Theil zu nehmen? Dieß ist die wabre Kirche, welche Jesus»Christus zu stiften gekommen ist, und außer welcher es kein«Heil giebt.«

For predigte diese Lehre überall; an öffentlichen Orten, in denWitthsstnben, in Privatb'ufern, in Kirchen. Er weinte undseufzte über die Verblendung der Menschen; er bewegte, rührte,überredete; er e>warb sich Schüler, welche, wie ihr Meister,sich unmittelbar vvm Heiligen Geiste, dessen Tempel sie sichnannten, belehrt glaubten. Die Provinzen von Leicestcr, vonNottingham und vyn Derby, waren die ersten Theater, wo dieserreligiöse Cbarlatan auftrat. Obgleich für seinen Fanatism oftbeschimpft, verhaftet, gepeitscht, ließ er doch in seinem Eifer