$14 FRANCAVILLA
»gercknkgten und eleganten Styl, der jedoch nichts Affektiertes
» böttc.“
Der Abbe' Bignon, welcher die Redaction des Journals derGelehrten übernommen hakte, lud den Abbe' Fraguier, dessenVerdienst ihm bekannt war, ein, v>ese Arbeit mit ihm zu theilen.Er war um so mehr dazu geeignet, da er sehr viel alte und neue-re Französische und ausländische Litierarurkennwiß besaß. Erschrieb gut Französisch und Lateinisch, und verband mit diesemTalent die Kenntniß der Griech ischen, Italiänischen, Spanischenund Englische» Sprache. In einem höbern Alter durch fort-dauernde Schwächlichkeit anf sich selbst eingeschränkt, sucht' erTrost in der Pbilvs pbie, und sie gewährte ihin selbigen. Ganzmit der des Plato beschafftigt (von dem er eine vellstäi-dige Ue«bcrsctzuna unter ommen halte, an deien Vollendung ihn aberseine schwache Gesundheit hinderte), brachte er sie i» LateinischeVerse, die schöner sind, als man sie je seit Ooid ge-nachr harre.Dieses Gedicht
platons Schule
betitelt, und sime ''brigen Poesien achmen Römische Urbani*tat, und die Grazien der Französischen Feinheit schimmern durchdieselben durch. Man findet sie in der Sammlung der GedichteHue-s, seines berühmten Freundes, welche 1729 m 12. vcmAlbe' von Oliver, weicher ein Freund der beiden Dichter» undihrer Freundschaft würdrg war, besorgt, herausgekommen ist.Man hat von dem Abbe' Fragmer noch verschiedene
Dissertationen,
welche nicht die schlechtesten Stücke der Memoiren der Academieder schönen Wissenschaften ausmachen. Er starb 1778 amSchlagsinß in seinem 62. Jahre.
Seine Aufrichtigkeit, Geradheit, Uneigennützigkeit, Annebm»lichkeit und eine sich immer gleiche Eeelcustimmang waren es,welche jedern Gelebrten seinen Verlust schmerzlich machten.Man sehe seine Lobschrift in den Lobschriften von BOZE.
FRANCAVILLA (Pietro), »m das Jahr 7550 zu Cam-bray geboren, le, nte!bei Johann daBologna. Er durch-reiste viele Lander, und übte sich in der Mahlere!, Bildhauer«Ilnnst, Mathematik u. s. w. König Heinrich IV. be-rief ihn nach Paris, wo er mit seinem Schüler Franz Bor-don i von Florenz viele Arbeiten verfertigte, unter welchen sichdie vier Basreliefs und so viele Sclaven an dem Fußgesteüe derLiillerstatüe des gedachten Königs, auf der neuen Brücke, nach
Ludervig