FRACHETTA
FRAGUIER
515
„azar, der verschwendrischer mit Critiken als mit Lobeserbe,bungcn ist, kam, nicht umhin, zu gestehen, daß er von Fraca-stvro nberiroffcn worden sei. Seine Beisificaton ist reich an dich«trischen Wendungen und wohlklingend; seine Ander sind lebhaft,seine Gedanken coel Obgleich die Materie kitzlich war, sv hater sie doch aus eine sehr anständige-Art behandelt. ( Die Herrenbtacgner »nd laCombc habeni7>iZ eine FranzösischeUebersetznngmit ^lumerkunpen davon Kkiaus gegeben.) Es sind noch mehrereandere Werke dieses mcdieinische» Dichters übrig. Man hat siezu Padna 1735 i» 2 Bänden in 4. gesammelt. Die Gedichtesind in derselben Stadt 1718 besonders gedruckt worden.
FRACHF.TTA (Jeronimo), von Rovigno in Italien, er«warb sich großen Ruhm durch seine politischen Werke, unter 'oe*neu das wichtigste den Titel führt:
II Ssnnnavie dei Governi di Stato di Gaerra, 1648 in 4.
In diesem Werke hat er unter uo Kapiteln gegen 8000 Kriegs-und Staatsmarimcn aus den besten Schriftstellern gesammelt»und jedem Kapitel einen Disconrs beigesiint, der als Eommentardazu dienen kann. Er starb zu Neapel um das Iabr 1610. Erblieb einige Zeit über zu Rom, wo er von dem Spanischen Hofzu Besorgung verschiedener Angelegenheiten den Auftrag erhielt;über sein satyrischer Geist nöthigte ihn, diese Hauptstadt zn ver.lassen. Man hat noch von ihm eine Uebersetznng des Lucretiusmir vvrtrefstichen Bemerkungen über den Epicurism.
FRAGUIER. (Claude Fran^ois), Mitalied der Franzö-sischen Academie und der schöne» Künste, nzurde zu Paris 1666geboren. Fie Parer I» Raune. Rächn, Zouvonoi, Rne undCommire flößten ihm den Geschmack für schöne Wissenschaftenund hauptsächlich für Poesie ein. Er nahm 1683 den Iesuiter-rvck und legte ihn ,694 wieder ab, um die Wissenschaften mitmehr Freiheit treibe» zu können. „Bis hiehcr (sagt der PaterNiceron) „hatt' er aller Unterstühung entbehrt, wodurch er sich»hatte die Feinheit im Französischen Ausdruck zu eigen machen»können. Aber er halte von dem Unterricht der Madam de La»Favette und der Ninon de Lenclos viel Nutzen. Als der Abbe'»Fraguicr den Zutritt zur Gesellschaft dieses berühmten Franen-»zimmers erhielt, hatte das Alter ihre Reize schon ver-»mindert, aber ihrem Geschmack und ihrem Urtheil Festigkeit»ertheilt. Durch den Umgang mit Ninon bildete er sich eine»
U 5 »gerei-