FRANZ I.
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dis'mwerfiegbare Duelle von Kriegen und Niederlagen für dieFranzosen, blieb doch immer noch der Gegenstand ihrer ehrgei-zigen Bestrebungen. Hätte Franz die Ansprüche auf dieses Her«zogtbum aufgegeben, wie Carl seine Rechte auf Burgund, diedoch durch den Friedenstraelat zu Madrid bestätiget worden wa-ren , ausgab, so hätte er wahrend des Friedens allen seinen Tu-genden, seiner Freigebigkeit, Güte, seiner Neigung zur Pracht,seiner Liebe zu den Künsten, freien Spielraum verschaffenkönnen.
Er schickte T534 Jaques Cartier, einen geschicktenSchiffer, von St. Malo nach America, um neue Entdeckungenzu machen; und >v der That entdeckte dieser Seemann Cana,da. (Ma.i sehe den Artikel CARTIER.) Er stiftete das Col-lege royal, er war der Urheber der hihliothegue royale; under würde n; ch mehr gethan haben Franz war dadurch groß,daß er zu dem Anbau der Wissenschaften Aufmunterung gab,daß er die Künstler unterstützte, und Männer von Geist belohn,te; aber seine nnglückliche Leidenschaft, durchaus Herzog vonMailand und Vasall des Deutschen Reichs gegen den Willen desKaisers werden zu wollen, that seinem Ruhm Abbruch.
Er ging nochmahls nach Italien und bemächtigte sich 1535Savoiens. Der Kaiser drang dafür in die Provence, belauerteMarseille und wurde zurück geschlagc-n. Franz suchte ihm über-all Feinde zu machen; er verband sich mit Soliman II. aberdieses Bmidniß mit einem Mubamedanischen Kaiser erregte indem christ.ichen Europa Murren, ohne ibm selbst Vortheil zubringen. Des Krieges überdrüßiq, schloß er endlich bei einerZusammenkunft, welche der Papst Paul III. für sie zu Nizza1538 vermittelte, mit Carl einen Waffenstillstand auf 10 Fahren.Einige Zeit darauf hatte der Kaiser seinen Weg durch Frankreichgenommen, um die Genfer, die rebelliert hatten, zu züchtigen,(man sehe den Artikel TRIBQULET und ELEONORE.) undhier hatte er Franzen das Lehn von Mailand für einen seinerSöbne versprochen. Er Karte Frankreich nicht so bald wiederverlassen, als er sich weigerte, sein Versprechen zu erfüllen. Eskam wieder zum K-iege; Franz schickte Truppen nach Italien,nach Roussillon und ins Luremburgische. Der Graf von Eugenschlug die Kgiserlichen 1544 zu Cerisola, und machte sich Meistervon Montferrat. Frankreich vereinigt mit Barberossa undGustav Wasa, versprach sich noch größere Vortheile, alsCarl und Heinrich VJli. die in ein Lündniß gegen Franz getreten
waren,