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FRANZ I.
Osma; „er muß seine Freiheit wieder erhalten, ohne jede an«»dere Bedingung, als die, Ihr Alliierter zu werden.« Carlbefolgte diesen großmüthigen Rath nicht; er benahm sich gegeneinen König wie ein Corsar gegen einen reichen Sclaven. Fran;erhielt seine Freiheit nur vermöge eines harren Vergleichs, derden 14.',Januar 152b unterzeichnet ward. Er gab seine Anfor-derungen, auf Neapel. das Mailandische, anf Genuau«d tlosta, und seine Souveranetat über Flandern undArtois auf. Er mußte das Herzvgrhum Burgund abtreten;aber als Launvi von dieser Provinz im Namen des KaisersBesitz nehmen wollte, ließ ihn Franz, anstatt aller Antwort,einer Audienz von Burgnnvisch rn Deputierten beiwohnen,welche dem Könige erklärten, daß er nicht die Macht habe, eineProvinz seiner Monarchie zu veräußern. Launvi erfuhr noch dieDemüthigung, die heilige L r g u e bekannt machen zu hören.ES war dieß eine Allianz zwischen dem Papst, dem Königvon Frankreich, der Republik Venedig und alle» Italiä-nischen Machten, um den Fortschritten des Kaisers Einhalt zuthun. Franz, die Seele dieser Derbindung, schickte Laut, eckab, welcher sich von einem Theil der Lombardei Meister machte^uns auch Neapel weggenommen halte, wenn nicht durch die an-steckenden Krankheiten, die den Spaniern günstig waren, einTheil der Französischen Armee nebst ihrem General 1528 wegge-rafft worden wäre. ( Man sehe den Artikel OORlA.) DieserVerlust beschleunigte de» Frieden. Er wurde zu Cambrai '524abgeschlossen. Der König von Frankreich entsagte einem Tdeilseiner Ansprüche, und Heirathete Eleonore, die verwittweteKönigin von Portugall, und Schwester des Kaisers. Seine bei-den Söhne waren als Geißeln zu Madrid geblieben, als er ausder Gefangenschaft entlassen wurde. Er kaufte sie für 2 Millio-nen in Gold los. Der Kanzler Duprat, derselbe, welcherFranzen die Idee beiaedracht hatte, die öffentlichen Stellen zuverkaufen, gab bei dieser Gelegenheit einen netten Beweis fernerniedrigen Gesinnung. Er ließ Stücke von geringerm Gehalt,als diejenigen, welche im Um'auf waren, schlagen» um dieseSumme abzutragen. Dieser Betrug, verbunden mit der Schwa-che. der Franz dadurch sich schuldig machte, daß er seine Alliier-te» seinem Nebenbuhler preis gab, machte, daß er in ganz Eu-ropa alles Zutrauen verlor.
Kaum war der Friede geschlossen, so arbeitete er schon im ge-heim daran, dem Kaiser Feinde zu machen. Das Mailandische,
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