Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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343 FREMANDEAU

FREMIN

mit eben so viel Eifer als glücklichem Erfolg mit der Ergänzungder Lücken beftbasti-gtt, welche Die Lange der Zeit bei, einigenSchriftstellern verursacht l)a«re. Er unternahm es,Ergänzungen zu Titus Livius

und zu

Quinius Curtius

zu machen, und es gelang ihm.

Weniger war er mit seinen Supplementen zu Tacitus, weiles erstens um diesen unnachahmlichen Schriftsteller wieder auf-leben zu lassen, eines eben so großen, eben so gewaltigen und tie-fe» Genies, als das seinige, bedürfte, dergleichen sich kaum allerlooo Jahre eines findet; zweitens, weil Freinshemins, der mehrrhetorische Kunst als Philosophie besaß, mehr gelehrt als Den-ker war, wohl zerstreute Phrasen verbinden und ein feines Ge-webe daraus spinnen, aber keine Gedanken, und zumahl Ge-danken, wie sie Tacitus denkt, erfinden konnte. Man hak vondiesem schätzbaren Schriftsteller' noch Commentare über QuintusCurtius , Tacitus , Florus und einige andere Lateinische Schrift-steller, welche er mit gelehrten Registern versehen hat.

FREMANDEAU ( Henry de ) , ein vortrefflicher Mahlervon Vogeln, Blumen und leblosen Gegenständen, arbeitete zuBerlin iu Diensten des Churfürsten Friedrich Wilhelm des Gro-ßen. Man siehet verschiedenes von seiner Arbeit in den könig-lichen Schlössern. Er heirathete die Tochter des berühmtenPhilipp Wo «wer mann, und starb zu Berlin um daSEnde des 17. Jahrhunderts.

FREMIN (RENE), ein Bildhauer von Paris, lernte beiFranz Girardon. Er studierte zn Rom in der Schuledes Ritters Bernini, und wurde daselbst wegen seiner Ge-schicklichkeit sehr geschäht. Man siehet in der prächtigen CapelleSr. Ignarius der Jefuiterkirche del Giesu in dieser Stadt zweigroße Basreliefs von Erzk, welche von Joseph Piseroni und An-ton Cordier nach seinen Modellen gegossen sind. Nach seiner Zu-rückkmift arbeirete er für den König und einige Privatpersonen,bekam eine Wohnung und Werkstatt in den Gallenen des Lou-vre, und warb Professor der königlichen Academie.

Der König von Spanien ernannte diesen Künstler zu seinemersten Bildhauer, und Fromm verfertigte in dessen Dienstenviele Sratücn für den königlichen Palla st zu St. Jldefonse. Er

kehrte