Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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fREMINET

FRERES

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kehrte wieder in sein Vaterland zurück, und starb 1744 im 71.Jahre seineö Alterö als Director der Academie.

FREMINET (Marie), ein Makler von Paris, lernte beiseinem Barer, einem mittelmäßigen Künstler, der ihn nach Romgehen ließ, wo er sich 7 Jahre aufhielt^die Manieren des Mi-chel Angelo und Parmesano annahm, und hernach be-ständig behielt, wovon nächst andern die schönen Gemählde i»der königlichen Capelle zu Foutainebleau, welche unter HeinrichIV. angefangen, und unter Ludewig Xlll. vollendet wurden,zeugen können. Dieser letztere König beehrte ihn mit dem St.Michaelöorden. Freminct starb ibiy im 52. Jahre seines Al-ters- Er war in allen Wissenschaften. welche einige Verbin-dung mit seiner Kunst haben, wohl erfahren, denn er verstanddie Anatomie, Perspektive und Architektur; er war ein großerZeichner, und man siehet viel Erfindung in seinen Gemählden;aber seine wilde Manier, die starken Ausdrücke in seinen Figu-ren, Muskeln und Nerven, die er allzu hart vorstellte, undseine allzu gekünstelte Vorstellungen, sind nicht nach jedermannsGeschmack. Ph. Thomassin, C. dü Paas u. a. habenvhngefahr 9 Blatter nach ihm in Kupfer gestochen.

FRENICLE DE BESSY (Bernard), starb 1675. Er wareiner der größesten Mathematiker seiner Zeit, und verdienteDescarte's Freundschaft. Dieser berühmte Philosoph schätzte seineArirhmetik sehr, welche ihn in Details führte, die der Analysi'Skaum erreichbar sind; aber er war äußerst darüber erstaunt, daßBessy ohne Anwendung der Algebra (von der er in der Thatkeinen Gebrauch machte) so tief in diese Wissenschaft eingedrun-gen wäre. Man findet mehrere seiner Schriften in dem 5. Bandder alten Academie der Wissenschaften, deren Mitglied er war;unter andern eine

Methode,

um die Auflösung der Probleme durch die Ausschließungen zufinden.

FRERE8 (Theodor), ein guter Hifforienmahler aus eineralten rmd reichen Familie von Enkhuysen gebürtig, studierte zuRom sehr fleißig nach den Alterthümern und den besten Meistern,besuchte daneben die Gelehrten und die besten Gesellschaften die-ser Stadt: durch diese erlangt' er die Bekanntschaft vornehmerPersonen, und durch jene würd' er in dem Feinen seiner Kunst,

und