GASSENDI
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fand! Er bewunderte seine Bescheidenheit, die ihm an? derganzen Reise nicht ein Work hatte entfahre» lassen, woraus «tihn harte kennen lernen können.
Gassendi sagte, die Astrologie sei ein Spiel, aberdas Spiel der Welt sei am besten erfunden. Erhatte die Astronomie in Rücksicht der Astrologie erlernt; aber erwurde so oft getauscht, daß er sie aufgab, tun, sich ganz derAstronomie widmete. Er bereitete es jedoch, diese chmiarischeWissenschaft verschrieen zu haben, weil man deßwegen im St«,dium der Astronomie nachlässiger wurde. Er ließ seinen Schrif-ten die Worte Lagere aude Vordrucken.
Der erlauchte Beschützer der Wissenschaften, Moutmor,der ihm wahrend seines Lebenö eine Wohnung gegeben harre,ließ nach seinem Tode feine Werke sammeln. Sie wurden 1658Lyon in 6 Fviiobanden wieder ausgelegt, und zwar unter derAussicht seines Freundes Henri, eines ^triciers dieserStadt, und mir dem Leben des Gassendi vor: Sondierevermehrt. Sie enthalten:
1) Die Philosophie des Epicur.
2) Die Philosophie des Verfassers.
Z) Astronomische Schriften.
4) Die Lebensbeschreibungen des Pei'resc, Eoicur, (Twpernicus, Ticho Brache, Peurback, Johann Müller0. a. .
5) Die Widerlegung der Meditationen des Descartcs.
6 ) Verschiedene andere Aufsätze.
7) Briefe.
Alle diese Werke zeigen einen Man«, der die gründlichsten Kennt-nisse besaß. Nie war ein Philosoph gelehrter, «och ein Gelehr-ter ein so guter Philosoph gewesen; aber seine Gelehrsamkeitschadete bisweilen seinen Rasonuewents, schwächte dieselben, undverdeckte ihren Zusammenhang. DcScarres. hatte gewiß eine»bessern Styl und mehr Genie; indes sind Gassendfts Schriftennicht ohne Annehmlichkeit; er ist klar in seinen Ausdrücken undin seinen Ideen gemeiniglich richtig.
Der Philosoph Gassendi konnte sich nicht immer vor den Vor-«rtheiken seines Jahrhunderts bewahren. Der Graf d' A l a issagte ihm zu Marseille, er habe in der Nacht ein feuriges Ge-spenst gesehen. Er versuchte es, durch Hülfe der Physik diesesvorgebliche Phänomen zu erklären, welches bloß eine List von
der