Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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GASSION 465

der Gräfin d'Alais war, die von Marseille fort wollte, weil es> ihr daselost nicht mehr gefiel.

! Der Parer Do ugerel gab 1737 zu Paris in einem dickenDuodezbande eine Lebensbeschreibung von Peter Gassendi heraus^die viel Gutes, aber allzu viel unbedemende Umstände, zu vieleAbschweifungen von dem Gegenstände enthält, und langweiligund incorrecl geschrieben ist.

Franz Bernier machte einen AnSzug aus der Philoso-phie des Gassendi, 8 Bande in 12.

GASSION (Jeande}, Marschall von Frankreich, 1609za Pau geboren, war der Sohn eines ParlcmcntSprästventendieser Stadt. Er diente anfänglich in Piemvnt, und trat in derFolge in die Dienste des großen Gustav, Königs vonSchweden, die damahls die beste Schule der Kriegskunst waren.Dieser Fürst gab ihm wegen einer tapfern und von großen Ein-sichten zeigenden Tbat, die er ihn hatte vollbringen sehen, einebeträchtliche Belohnung. Gassivn theilte sie sogleich unter alledie, welche an dem Treffen Theil genommen hatten. Diese edel»

■ wüthige Handlung vermehrte Gustavs Hochachtung.

Wallenstein hatte sich mit 60,022 Mann bei NürnbergI gelagert; der König von Schweden, der gegenwärtig war, er-wartete Verstärkung, und trug dem Gasfion auf, ibre Ankunftzu erleichtern. Der brave Officier führte diesen Befehl aus,

! und schlug zugleich ein bedeutendes Corps der Oestreichische»Armee.

Dieser Dienst war so wichtig, daß Gustav forderte, der Sie,ger solle ihn um etwas bitten. „Ich wünschte," antwor-tete er, „den Truppen, welche ankommen sollen,„noch einmahl entgegen geschickt z« werben." Der! Kömg, voller Freude, erwiederte unter einer Umarmung:

1 „Geh, ich stehe für alles, was du hier hinterlas-

„sest, ich werde deine Gefangenen halten, und! „dir gute Rechnung ablegen."

1 Gustav, der von seiner Treue und seinem Muthe immer mehr! gerührt wurde, vertraute ihm das Commando seiner Garde, undhatte seine Verdienste noch glänzender belohnt, wenn er nicht1 1632 in der Schlacht bei Lützen gefallen wäre.

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