Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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GAURIC

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Pomponius Gauric, sein Bruder, verschwand einesTages, im ^ahr rzzo, nach dem Abbe Ladvorat. Man ver.machet, daß die Familie einer vornehmen Dame, mir welcherer einen LiebeSbaudel unterhielt, ihn ermorden und in das Meer-habe werfen lassen. Man findet- am- Bttruv des Elzevir

Excerpta de Sculptura

von ihm.

GAURIC oder vielmehr GAWRI (Graf),,- einer der große-sten Her.en von Schottland, wurde unter der Regierung desKönigs Jakob VI. gegen das Ende de« ih. Jahrhunderts, meh-rerer Bert rechen wegen hingerichtet Alle seine Güter wnrdenwie gewöhnlich crnfiocierri da aber der Kömg Rücksicht auf dieUnschnld seiner zahlreichen Kinder nahm, gab er sie ihnen wie-der. Dieft Grostmuth war jedoch nicht vermögend, sie abzu-halten, einen Geist der Rache gegen ihren König in ihrem Her-zen zu nähren. Der älteste Sohn dieses Grafen kam, nach-dem er fast ganz Europa durchreist hatte, nach Schottland zu-rück- Er versammelte daselbst fünf seiner Bruder, und fordertesie auf, den Tod ihres gemeinschaftlichen Vaters an der Persondes Königs zu rächen. Einer von ihnen begab sich den 6. Au-gust .1600 zum Könige nach Edinburg. Er sagte ihm, cS habihnen ein Meirich versprochen, ihnen in ihrem väterlichen Schlosseeinen verborgenen unermeßlichen Schatz zu ze'gcn; er bäte da-her seine Majestät im Namen aller feiner Bruder, bei dieserEntdeckung gegenwärtig zu fevn. Zugleich überredete er ihn.Mit so wenig Personen als möglich zu kommen.

Der von Natur offene Fürst speiste den folgenden Tag. unterdem Verwand einer Jagd, zu Mittag auf ihrem Schlosse, undnahm nicht mehr als 7 oder 8 Personen mit. Nach dem präch-tigen Mahle Ind der Graf Gauric den Monarchen ein, indeßftine Leute speisten, zu dem Manne zu gehen, der den Schatzentdecken sollte. Man führte ihn durch mehrere Zimmer, derenThüren sie, wie sie herein traten, hinter sich verschlossen, bisendlich in ein Kabinet, wo sich der Mörder» den sie gegen ihngedungen hatten, befand. Kaum aber hatte dieser Elende sei-nen Monarchen erblickt, als er unbeweglich da stand. Indeßhatte der Gras Gauric schon angefangen, dem Könige auf einebeleidigende Weise Vorwürfe über den Tod feines Vaters zu ma-chen. Sobald er die Bestürzung des Mörders sahe, riß erihm den Degen aus der Hand, und hob den Arm in die Höhe,

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