Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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GEI. LE R T

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fctyrte ihm, tausenderlei Bequemlichkeiten des Lebens entbehren,«nd legte zn seiner künftigen Wohlthätigkeit bei geringen Einkünf-ten den Manien in seine Seele, Ungefähr in seinem elften Jahreschrieb, er zur Bcsircuung. seiner kleinen 'Ausgaben Rügen, Kaiif-hriefe, Documente und gerichtliche Arten ab,. daher er bisweilenin> Scherz sagte, seine Vaterstadt hätte in ihren Kaufhüchern undContiacccn medr Werke seiner Hand aufzuweisen, als die Wellvon seinem Geiste aus seinem ganzen übrigen Leben aukznweiscnhaben würde. Schon in seinem 13 Jahre empfand er den Trieb,ein Dichter zu werden. Sein erster Versuch war ein Gedicht aufden Geburtstag seines Vaters. Er selbst sagte späterhin davon,es müsse nicht unrecht gewesen sein, denn gewisse Leute hatten esimmer noch auswendig gewußt,, und, wo er sich nicht sehr be«trüge, seinen ander» Arbeite» vorgezogen.

Er kam in seinem 14. Jahre auf die Fürstenschule zu Meisten.Die damahlige verkehrte Methode, Lateinische und GriechischeSchriftsteller zu erklären, machte, daß er die Alten wenig liebte,und Günther,. Neukirch und Hanke in der Dichtkunstzu seine» Mustern wählte. Er blieb 5 Jahre zu Meisten-, ging,dann noch einige Zeit zu seinem Vater, sich noch mebr zur Aka-demie vorzubereiten, und bezog 1734 die Universität Leipzig,Er widmete sich nächst der Philosophie vorzüglich der Theologie,und ging nach 4 Jahren wieder zu seinem Vater. Er fing nunan , sich auf die Kanzel zu wagen-, allein die beständige Erinne-rung. 6» einen frühern Borfall, wo er bei einer Parentauon aufein kleines Kind in der dritten Periode schon stecken blieb, brachteihn zu einer Schüchternheit, die er nie verlaugnen konnte, undverbunden mir seinem schlechte» Gedächtniß zu dem Entschluß,die Kanzel aufzugeben.

Er übernahm 1.739 auf ein Jahr die Aufsicht über zwei jungeHerren von Lüttichau, bereitete dann ein Jahr seiner SchwesterSohn zur Universität vor, und begleitete ihn 1741. nach Leipzig,theils um die Aufsicht über ihn zu führen, theils aber und vor-züglich, sich noch mehr auszubilden. Er war vhngetähr wiederein Jahr in Leipzig, als die Belustigungen des Ver-standes und Witzes erschienen, woran er Theil zu neh-men sich bewegen ließ, und einige Fabeln, Erzählungen undLehrgedichte in dieselben lieferte. Er zog dadurch gleich bei sei-ner ersten Erscheinung eine allgemeine 'Aufmerksamkeit auf sich«»In jedem neuen Stücke,« spricht sein Biograph Er am er,«sah man Mist nach, ob eine Fabel ober Erzählung- von Geller-