Band 
Dritter Theil. [Eachard (Dr. John) - Ghisi (Giovanni Battista).]
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GENDRE

GENEBRARD

GENDRE (Gilbert Charles i.k), Marquis vonSaint Anbin, starb 174b, in seinem ;y. Jahre in seinerVaterstadt Paris, wo er die Stelle eines Parlementsrathes undin der Folge die des Maftre des requetes mit Ruhm bekleideie.

.Er ist in der Republik der Wissenschaften durch zwei schätzbareWerke bekannt:

Traiti de VOpinion , g vol. in 12 . Eine Sammlung vonhistorischen Beispielen über die Herrschaft der Meinung inden verschiedenen Wissenschaften. Der Verfasser begleitetsie mit einigen Bemerkungen entweder zur Aufklärung derThatsachen, oder zur Zerstreuung der Irrthümer. Um einWerk wie dieses zu schreiben, mußte nian eben so viel Ge-nie als Gelehrsamkeit haben. Ob er gleich aus verschiede-nen Quellen schöpfen mußte, so ist sich der Styl doch ziem-lich gleich, und mangelt weder des Adels noch der Aierlich-keir. •

Aniiquitls de la maison de France , Paris ifjp in"4. DerMarquis-von St. Anbin bildet ein neues System über denAnfang des Hauses Frankreich; aber so groß auch die Sa-gacitat und Gelehrsamkeit ist, die er dabei zeigt, so ist seineMeinung doch nicht fähiger, die Aufmerksamkeit der Leserauf diese Materie zu ziehe», als es die Meinungen der frü-hern Schriftsteller waren, und der spätern sein werden.

GENDRE (Nicolas le ), ein Bildhauer von Etampes,kernte bei einem mittelmäßigen Meister , und ward gleichwohl ei-ner der geschicktesten Künstler. Seine meiste Arbeit verfertigteer in der Kirche St Nicolas de Chardounet zu Paris, in welcherman einen großen Verstand und eine bewundernswürdige Ruhebemerkt. Er starb 1670 im 52. Jahre seines Alters, und fandin vbbemeldeter Kirche seine Ruhestätte.

GENEBRARD (Gilbert), um das Jahr I5Z7 zu Riomin Auvergne geboren, nahm das Ordenskleid der Benedictinervop ckslüni, kam nach Paris, um daselbst zu studieren, undmachte in den Wissenschaften und Sprachen Fortschritte. Erwurl^ zum Doctor des Hauses vonNavarra aufgenommen, undwar lg Jahre hindurch Professor der Hebräischen Sprache amköniglichen Collegio.

Er studierte regelmäßig des Tages 14 Stunden, und hatte,sagt man, einen kleinen Hund, der ihn wieder aufweckte, wenn

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